03.05.2020, 12:43 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Landesamt reagiert auf IPG-Kritik an Kotthook-Neubau

Das niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege hat mit einer Stellungnahme auf die Kritik der Intiative Pro Grafschaft an dem geplanten Bau am Kotthook in Nordhorn reagiert. Die Behörde hat keine „baudenkmalfachlichen Bedenken“ gegenüber der Bebauung.

Wie in diesem Modell könnte das geplante Wohnhauses am Kotthook entstehen. Archivfoto: Hausfeld

Wie in diesem Modell könnte das geplante Wohnhauses am Kotthook entstehen. Archivfoto: Hausfeld

Nordhorn „Das Landesamt für Denkmalpflege unterstützt das Bekenntnis der Stadtverwaltung Nordhorn zur Innenentwicklung.“ Mit diesen Worten beginnt die Stellungnahme der Behörde, die kurz vor dem Maiwochenende bei der Stadt Nordhorn eingegangen ist. Es bestehen ferner „keine baudenkmalfachlichen Bedenken gegenüber der Bebauung des Grundstücks am Kotthook mit einer dem städtischen Umfeld angemessenen dichten Bebauung“, zitiert die Stadt in einer Mitteilung an die GN.

Nach der Presseberichterstattung, die auf eine Mitteilung der Initiative Pro Grafschaft (IPG) zurückging, sah es die Behörde als erforderlich an, hierzu gegenüber der Stadt Nordhorn Stellung zu nehmen. Die IPG sah „die Belange des Denkmalschutzes“ am Kotthook „nicht ausreichend beachtet“ und bat die Oldenburger Landesbehörde für Denkmalpflege um eine Einschätzung des Projekts.

Farb- und Materialwahl bewertet das Landesamt für Denkmalpflege als positiv. Grafik: Riemann Architekten

Farb- und Materialwahl bewertet das Landesamt für Denkmalpflege als positiv. Grafik: Riemann Architekten

In einer Mitteilung der Behörde, die der Stadt Nordhorn zur weitergehenden Presseberichterstattung überlassen wurde, heißt es: „Die positiven Aspekte des Entwurfs, wie die Staffelung der Gebäudekörper sowie die Farb- und Materialwahl möchte ich an dieser Stelle nochmals hervorheben. Sie zeigen die hohe architektonische und gestalterische Qualität des Entwurfs, die nach Auffassung des Landesamtes für Denkmalpflege eine angemessene Reaktion auf die umgebende denkmalgeschützte Bebauung darstellt. Um zur Höhenentwicklung eine denkmalfachliche Stellungnahme abzugeben bedarf es, wie besprochen, weiterer Beurteilungsgrundlagen.“

Genau um die geforderte Stellungnahme der sonstigen Träger öffentlicher Belange, zu denen auch die Behörde in Oldenburg gehört, geht es nun im nächsten Schritt. Wie Stadtbaurat Weitemeier bestätigt war die zuständige untere Denkmalschutzbehörde seit Beginn der Konzeptentwicklung eng in die Thematik eingebunden. Die Stellungnahme des Landesamtes bestätigt somit die bisherige Vorgehensweise von Politik und Verwaltung.

„Denkmalschutzaspekte hatten in der Vergangenheit und haben auch künftig stets eine hohe Bedeutung für Rat und Verwaltung und von einer Missachtung des Denkmalschutzes, gerade in dieser frühen Phase der Bauleitplanung, kann somit keine Rede sein“, so Weitemeier nach Eingang der Mitteilung des Landesamtes.

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