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14.09.2018, 14:36 Uhr

Krisenmanagement als Chefsache für Landrat und Bürgermeister

Ob schwerste Unfälle, Hochwasser, Waldbrände oder Explosionen in Fabriken: In solchen außergewöhnlichen Situationen sind die Verwaltungschefs als Krisenmanager gefordert. Dazu besuchten der Landrat und Bürgermeister der Grafschaft ein Seminar.

Krisenmanagement als Chefsache für Landrat und Bürgermeister

Sich fortbilden ließen in Bad Neuenahr-Ahrweiler (von links) Stefanie Geiger (Fachbereichsleiterin, Landkreis), Manfred Wellen (Bürgermeister, Wietmarschen), Manfred Windhaus (Samtgemeindebürgermeister, Schüttorf), Thomas Berling (Bürgermeister, Nordhorn), Günter Oldekamp (Samtgemeindebürgermeister, Neuenhaus), Friedrich Kethorn (Landrat), Dr. Michael Kiehl (Kreisrat, Landkreis), Dr. Volker Pannen (Bürgermeister, Bad Bentheim), Daniela Kösters (Samtgemeindebürgermeisterin, Emlichheim) und Herbert Koers (Samtgemeindebürgermeister, Uelsen). Foto: privat

Bad Neuenahr-Ahrweiler / Nordhorn Häufig geschehen sie unvermittelt, mitunter mit nur kurzer Vorlaufzeit: Krisen, Großschadensereignisse oder gar Katastrophen. Welche Aufgaben und Ziele dabei wie am besten im Blick zu behalten und zu bewältigen sind, das erfuhren Landrat Friedrich Kethorn und die sieben Bürgermeister und Samtgemeindebürgermeister der Grafschaft jetzt während eines mehrtägigen Seminars in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Dort befindet sich die Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ).

Neben einem Erfahrungsbericht des damaligen Gemeindedirektors von Eschede über das große ICE-Unglück von 1998 standen handfeste Grundlagen zur Stabsarbeit, zur Notfallvorsorge, zum Krisenmanagement und zur Krisenkommunikation auf Gemeindeebene auf dem Programm. Denn: die Kommunen sind als Gefahrenabwehrbehörden zuständig. Wie läuft das Zusammenspiel von Einsatzkräften vor Ort, von Einsatzleitung und Krisenstab auf überörtlicher Ebene möglichst reibungslos? Was geschieht, wenn der Landkreis den Katastrophenfall feststellt? Wie sich für den Ernstfall vorbereiten und fit halten?

„Dieser gemeinsame Akademie-Besuch war wichtig, denn im Fall der Fälle müssen Landkreis und Kommunen besonders eng kooperieren. Und gerade im Krisenmanagement ist gute Vorbereitung unerlässlich“, bilanziert Landrat Friedrich Kethorn. Natürlich sei es eine dauerhafte Aufgabe, auf solche Situationen gefasst zu sein, sowie ausreichend Personal vorzuhalten und zu schulen. „Innerhalb der Kreisverwaltung haben wir deshalb den Katastrophenschutzstab vor einiger Zeit neu aufgestellt. Die Mitarbeiter durchlaufen nun mehrmals im Jahr Schulungen und kleine Übungen.“ Auf diese Weise hoffe man, für eintretende Krisensituationen gut gerüstet zu sein.

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