Aktualisiert: 22.03.2022, 15:51 Uhr / Lesedauer: ca. 6min

Krieg in der Ukraine: So können Grafschafter helfen

Grafschaft Zahlreiche Grafschafterinnen und Grafschafter möchten den Menschen in der Ukraine helfen. Die GN haben einige Hilfsangebote zusammengetragen. Ergänzungen zu dieser Liste können Leserinnen und Leser an redaktion@gn-online.de schicken. Die Grafschafterinnen und Grafschafter haben schnell reagiert, einige Transporter mit Hilfsgütern sind bereits auf dem Weg. Doch es werden noch immer neue Initiativen ins Leben gerufen, die die GN hier ergänzen.

Landkreis

Das Grafschafter Jugendamt sucht Gastfamilien für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Wenn Sie Kinder oder Jugendliche aus der Ukraine in Ihrer Familie aufnehmen und somit Gastfamilie werden möchten, wenden Sie sich gerne an das Jugendamt des Landkreises Grafschaft Bentheim. Kontakt ist Carsten Mahn, Telefon 05921 961372, E-Mail: carsten.mahn@grafschaft.de.

Es werden Personen gesucht, die sowohl gute Deutschkenntnisse als auch Ukrainisch sprechen und Interesse haben, den aus der Ukraine geflüchteten Menschen ehrenamtlich gegen eine Aufwandsentschädigung zur Seite zu stehen. Wer Interesse hat, kann sich bei Hanadi Mislim, der Ansprechpartnerin des Landkreises oder unter ukraine-hilfe@grafschaft.de melden.

Für alle Fragen rund um die Registrierung von Flüchtlingen aus der Ukraine hat der Landkreis eine Hotline unter 05921 963333 eingerichtet. Diese ist von Montag bis Donnerstag, 8.30 bis 13 Uhr sowie 14.30 bis 16 Uhr und Freitag von 8.30 bis 13 Uhr erreichbar.

Der Caritasverband hat auf seiner Internetseite viele hilfreiche Hinweise zu Unterstützungsmöglichkeiten aufgelistet. Hier finden sich auch Adressen der Beratungsstellen in den einzelnen Regionen: caritas-os.de/ukraine.

Nordhorn

Unter dem Motto „Ukraine – Nordhorn hilft“ hat die Stadt Nordhorn auf ihrer Internetseite www.nordhorn.de/ukraine wissenswerte Informationen sowie ein Kontaktformular hinterlegt. Wer Fragen zum Thema hat oder seine Hilfe anbieten möchte, kann die Stadtverwaltung außerdem über die eigens eingerichtete Servicehotline 05921 878 500 sowie die E-Mail-Adresse ukraine@nordhorn.de kontaktieren.

Der Arbeitskreis Flüchtlingshilfe in Nordhorn sucht Paten für Geflüchtete der Ukraine. Wenn die Geflüchteten in Nordhorn ankommen, werden Patinnen und Paten benötigt. Hier vor Ort benötigen die Geflüchteten Unterstützung ergänzend zu den offiziellen Stellen und Behörden. Die „Flüchtlingshilfe“ ist ein Verein von Ehrenamtlichen, der sich seit mehr als 30 Jahren um die Belange von Flüchtlingen in Nordhorn kümmert, heißt es in einer Pressemitteilung. Wer Interesse hat, als Paten zu helfen und zu unterstützen, erreicht die Flüchtlingshilfe per Mail auf: AKFlue.Nordhorn@t-online.de oder Telefon 05921 18993 oder 05921 79364.

Niedergrafschaft

Die Samtgemeinde Emlichheim sucht bereits nach Wohnungen, um im Fall der Fälle anerkannte Asylbewerber unterbringen zu können. Samtgemeindebürgermeister Ansgar Duling ruft dazu auf, verfügbaren Wohnraum zu per Mail unter abeln@emlichheim.de zu melden. Erläuterungen liefert die Samtgemeinde in einem Youtube-Video.

Die Gemeinde Emlichheim ruft zu Sachspenden auf. Diese sollen zur polnischen Partnergemeinde Grabow nad Prosna gebracht werden, um dort eine Notunterkunft auszustatten. „Es geht hauptsächlich um Feldbetten, Schlafsäcke, Kissen und Decken, Matratzen, Bettbezüge, Bettlaken, Kleiderschränke, Handtücher und Badelatschen für Frauen und Kinder“, erläutert Ansgar Duling. Ansprechpartner für die Sachspenden ist Friedrich Baarlink vom DRK Ortsverein, Telefon 0594 914491. Bürgerinnen und Bürger, die etwas spenden möchten, werden gebeten, sich direkt mit Friedrich Baarlink in Verbindung zu setzen. „Wir bedanken uns bei Friedrich Baarlink und dem Ortsverband des DRK für den ehrenamtlichen Einsatz sowie bei der Bentheimer Eisenbahn AG, die sich bereit erklärt hat, den Transport zu übernehmen“, erklärt Arne Helweg. Die Samtgemeinde appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, derzeit vorwiegend Geldspenden an die bekannten Hilfsorganisationen zu leisten.

Die Samtgemeinde Neuenhaus sucht ebenfalls Wohnraum für ukrainische Flüchtlinge. Auf der Internetseite der Samtgemeinde gibt es dazu ein Kontaktformular. Außerdem nehme die Verwaltung Fragen und Anregungen können per E-Mail an ukraine@neuenhaus.de entgegen.

Die Samtgemeinde Neuenhaus und der Neuenhauser Asylkreis laden zu einer Informationsveranstaltung ein. Diese findet am Montag, 21. März, ab 18 Uhr in der Mensa der Wilhelm-Staehle-Schule statt. „Lassen Sie uns gemeinsam über die aktuelle Lage sprechen und die Hilfsangebote bündeln“, heißt es in der Einladung.

Das Partnerschaftskomitee der Samtgemeinde Neuenhaus sammelt weiter Sachspenden. Benötigt werden beispielsweise Hygieneartikel, Batterien und Verlängerungskabel. „Wir werden eine Abgabestelle mit festen Abgabezeiten in Uelsen einrichten, zu denen man die Spenden bringen kann“, erklärt Berends das weitere Vorgehen. Ort und Zeit teilt er auf Anfrage unter der Telefonnummer 0172 9368033 mit. Der Spenden-Lkw soll dann Anfang kommender Woche in die Ukraine fahren.

Die Samtgemeinde Uelsen bittet vor allem um Geldspenden an bekannte Hilfsorganisationen. Zusätzlich wird auch hier Wohnraum gesucht. In der Samtgemeinde Uelsen seien bereits die ersten Ukrainer angekommen. „Sollten Sie Wohnraum zur Verfügung stellen können und wollen, melden Sie sich bitte bei der Samtgemeindeverwaltung bei Frau Lambers unter 05942 20912 oder per Mail unter lambers@uelsen.de“, heißt es in einem Facebookpost.

Obergrafschaft

Die Stadt Bad Bentheim koordiniert Hilfsangebote. Wer etwas anbieten möchte, kann sich per Mail an ukrainehilfe@stadt-badbentheim.de wenden.

Die Samtgemeinde Schüttorf und die Schüttorfer Flüchtlingsdiakonie bereiten sich schon vor, Schutzsuchende aufzunehmen. Dafür werden bereits Geldspenden entgegengenommen. Diese können an die Reformierte Kirchengemeinde, IBAN DE15 2806 9956 0000 1759 00 mit dem Stichwort „Ukrainische Flüchtlinge“ überwiesen werden. Fahrräder werden am Samstag, 26. März, von 10 bis 13 Uhr auf dem Parkplatz am Vechtebad entgegengenommen. Wer Unterkünfte anbieten kann, kann sich bei Claudia Schrader von der Samtgemeinde per Mail an info@schuettorf.de melden. Außerdem werden Ehrenamtliche gesucht, die als Flüchtlingslotse tätig werden möchten. Interessierte können sich an Arthur Lieske, Telefon 0152 320 03 1954 wenden. Er sucht auch Übersetzer, die russisch, ukrainisch oder surschyk sprechen.

Die Flüchtlingsdiakonie Schüttorf sucht Menschen, die bei der Ausgabe der gespendeten Kleidungsstücke für die Geflüchteten helfen. Es seien mehr als 150 Kisten Kleidung gespendet worden. Die Flüchtlingsdiakonie kann nun die Räumlichkeiten des früheren „Handyman“ für die Ausgabe nutzen. „Dafür suchen wir Helferinnen und Helfer, die wenigstens gelegentlich bereit sind, einige Stunden in der Kleiderhausgabe mitzuhelfen“, heißt es. Interessenten können sich telefonisch bei Arthur Lieske melden unter 01523 2031954.

Sachspenden wie Bettgestelle, Federbetten, Matratzen und Kissen, Kommoden, Regale, Couchtische, Wäscheständer, Besteck und Geschirr, Maxicosi sowie Verbandsmaterial können bei Frau Bookholt unter Telefon 05923 965934 oder beim städtischen Bauhof unter Telefon 05923 6989 gemeldet werden.

Solidaritätsbekundungen

Die Kirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Nordhorn laden weiter zum Gebet um den Frieden in der Ukraine und weltweit ein. Ab Donnerstag, 10. März, werden diese Friedensgottesdienste jeden Donnerstag ab 18 Uhr in der Mitte der Fußgängerzone stattfinden. Wie schon in der vergangenen Woche wollen die Kirchen ca. 10 Minuten gemeinsam für die vom Krieg betroffenen Menschen und für den Frieden vor Gott stehen. Dabei gelten selbstverständlich die aktuellen Corona-Schutzverordnungen. Wir bitten darum diese Regeln zu befolgen. In allen Kirchen wird in diesen Wochen um den Frieden gebetet. In diese Gebetsgemeinschaft reiht sich auch das Friedensgebet in der Fußgängerzone ein.

In Emlichheim findet jeden Mittwoch ab 18 Uhr ein Friedensgebet statt. Dies geschieht im Rahmen der „Arche“ (ökumenische Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Emlichheims und Neugnadenfelds). Das Angebot gilt zunächst bis Ostern. Ort ist jeweils die reformierte Kirche in Emlichheim. In Neugnadenfeld findet zusätzlich jeden Samstag ab 19 Uhr im Rahmen der Singstunde ein Friedensgebet statt.

Angesichts der Kriegshandlungen in der Ukraine laden die Kirchengemeinden in Bad Bentheim zu ökumenischen Friedensgebeten ein. Diese finden jeweils freitags, 18 Uhr, in der reformierten Kirche an der Kirchstraße in Bad Bentheim statt.

Anlässlich des Krieges der Verantwortlichen in Russland gegen die Ukraine bietet die reformierte Kirchengemeinde Gildehaus ab Freitag, 11. März, 18 Uhr, an den folgenden Freitagabenden bis zum 8. April ein Friedensgebet an, Dauer ca. 20 Minuten. Die Teilnehmenden hören Orgel- oder Klaviermusik, können eine Kerze anzünden, ihren Gedanken nachhängen und diese auf einem Zettel notieren. Diese werden an dem jeweils folgenden Sonntagsgottesdienst in den Fürbitten mit aufgenommen. Eine Besinnung und ein Gebet beenden die Friedensandacht.

In der reformierten Kirche Veldhausen wird an jedem Freitag um 17.30 Uhr zum Friedensgebet eingeladen. Die kurzen Andachten wollen in der derzeitigen angespannten Situation den eigenen Empfindungen und der Sprachlosigkeit Raum geben. Das Friedensgebet wird gemeinsam mit Mitgliedern der örtlichen Gemeinden in ökumenischer Verbundenheit gestaltet.

Die reformierte Kirche Schüttorf lädt an den nächsten fünf Freitagen zum Friedensgebet ein. Die Termine sind am 18. März, 25. März, 1. April sowie 8. April. Diese finden jeweils ab 18 Uhr in der Kirche statt.

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Weitere Informationen zur Ukraine-Krise gibt es auf GN-Online auf dieser Themenseite.

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