03.02.2021, 11:48 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

Kreisverwaltung verschärft Maskenpflicht in der Grafschaft

Abweichend zur Landesverordnung soll an den allgemein- und berufsbildenden Schulen im Landkreis Grafschaft Bentheim weiterhin auch während des Unterrichts eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Symbolfoto: J. Lüken

Abweichend zur Landesverordnung soll an den allgemein- und berufsbildenden Schulen im Landkreis Grafschaft Bentheim weiterhin auch während des Unterrichts eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Symbolfoto: J. Lüken

Grafschaft Der Landkreis verlängert und verschärft die Allgemeinverfügung für die Grafschaft Bentheim. Die Regelungen sollen ab Donnerstag, 4. Februar, gelten und für weitere vier Wochen bis mindestens zum 3. März gelten. Zwar hätten die bisherigen Maßnahmen wie die Ausgangsbeschränkungen und die verschärfte Maskenpflicht im Landkreis laut Kreisverwaltung seine Wirkung gezeigt, dennoch bleibe die Lage angespannt.

„Das Infektionsgeschehen hat sich insofern beruhigt, dass wir von einem Inzidenzwert von etwa 230 nun auf derzeit rund 70 gesunken sind. Niedersachsenweit sind wir damit nicht mehr länger trauriger Spitzenreiter, sondern liegen knapp unter dem Landesschnitt. Dennoch bleibt die Lage angespannt, gerade auch wegen der Zunahme von Virusmutationen in Deutschland“, wird Landrat Uwe Fietzek in einer Pressemitteilung zitiert. Der Pandemiestab habe sich daher entschieden, die auslaufende Allgemeinverfügung zu verlängern und da, wo es sinnvoll sei, zu ergänzen.

Besonders auch wegen der ansteigenden Gefahr durch Mutationen sei in sensiblen Bereichen statt eines einfachen Mund-Nasen-Schutzes das Tragen einer medizinischen Maske notwendig, befindet der Pandemiestab: „Unser Ziel ist es, den Inzidenzwert weiter auf unter 50 zu reduzieren, damit wir wieder zu Lockerungen und einem Stück weit normalem Leben kommen können.“ Der Landkreis behalte sich vor, bei deutlich sinkenden oder steigenden Fallzahlen, die Regelungen neu zu bewerten.

Die wesentlichen Regelungen

  • Schulen: Abweichend zur Landesverordnung soll an den allgemein- und berufsbildenden Schulen im Landkreis Grafschaft Bentheim weiterhin auch während des Unterrichts eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Nur die Grundschüler und Förderschüler dürfen ihre Masken auch weiterhin ablegen, sobald sie ihren Sitzplatz eingenommen haben und die Mindestabstände eingehalten werden. Neu ist aber: Für Schüler ab dem 16. Lebensjahr ist das Tragen einer medizinischen Maske (OP-Maske) oder einer FFP2-, einer KN 95- oder gleichwertigen Maske vorgeschrieben.
  • Alten- und Pflegeheime: Auch weiterhin wird für Besucher von Alten- und Pflegeheimen das Tragen einer Schutzmaske des Standards FFP2 (oder KN 95 oder gleichwertig) vorgeschrieben. Die Landesverordnung sieht eine solche Pflicht bislang lediglich für Beschäftigte in Alten- und Pflegeeinrichtungen vor. Zum Schutz der vulnerablen Bewohner halte der Landkreis es jedoch für sinnvoll, die FFP2-Maskenpflicht auch für die Besucher vorzuschreiben, die in Kontakt zu den Bewohnern treten.
  • Ambulante Pflegedienste: In der Allgemeinverfügung des Landkreises war bislang auch eine Maskenpflicht für ambulante Pflegedienste vorgeschrieben. Diese Regelung entfalle zukünftig in der Allgemeinverfügung des Landkreises, da nun die Landesverordnung selbst eine Maskenpflicht für die ambulanten Pflegedienste vorsehe.
  • Medizinische Berufe, Heilberufe usw.: Auch weiterhin wird im Landkreis eine FFP2-Maskenpflicht (oder KN 95 oder gleichwertig) für Heilberufe und weitere medizinische Berufe gelten. Darunter fallen also: Ärzte, Zahnärzte, Heilpraktiker, das medizinische Assistenzpersonal und medizinische Fachangestellte, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten etc.. Die Pflicht gelte auch für Mitarbeiter in Apotheken und weitere medizinische Berufe mit Kundenkontakt wie Podologen, Fußpfleger, medizinische Masseure, Orthopädie-Techniker etc., ausgenommen sind Logopäden.
  • Wochenmärkte: Die Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auf Wochenmärkten werde nicht mehr weiter per Allgemeinverfügung geregelt, da die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske nun direkt aus der Landesverordnung hervorgehe.

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