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22.05.2020, 12:14 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Kreisjugendring Grafschaft Bentheim: Neues statt Stillstand

Dass die Jugendarbeit auch in der Corona-Krise im Fokus der Aufmerksamkeit bleibt, ist ein Anliegen der Kreisjugendring-Aktiven. Per Videokonferenz treffen sich Akteure aus dem Jugendbereich und reden über neue Ideen, virtuelle Konzepte und Finanzielles.

Zu einem virtuellen Treffen lud kürzlich der Kreisjugendring ein. Foto: dpa

Zu einem virtuellen Treffen lud kürzlich der Kreisjugendring ein. Foto: dpa

Nordhorn Zu einem virtuellen Austausch lud der Kreisjugendring Grafschaft Bentheim alle Mitgliedsorganisationen mit Haupt- und Ehrenamtlichen sowie die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses ein. Auch die Kreisrätin des Landkreises Grafschaft Bentheim, Gunda Gülker-Alsmeier, nahm daran teil. Insgesamt 29 Teilnehmer aus unterschiedlichen Einrichtungen tauschten sich über aktuelle Themen der Jugendarbeit aus. „Durch die Kontaktbeschränkungen ist die Jugendarbeit stark betroffen – Veranstaltungen fallen aus, Begegnungsstätten sind geschlossen und es gibt keine Möglichkeit des persönlichen Kontaktes mit der Jugend“, berichtet Magdalena Bruns vom Kreisjugendring. Im Austausch wurde schnell klar, dass die Jugendarbeit flächendeckend davon betroffen ist und viele Vereine und Verbände die gleichen Sorgen beschäftigen. „Jugend in der Pandemie muss mehr Gehör im öffentlichen Raum finden und in die Diskussion aufgenommen werden“, fordert Bruns.

Dass der Umgang mit der Corona-Situation auch neue und kreative Ansätze in der Jugendarbeit hervorbringen kann, zeigt die virtuelle Jugendarbeit der haupt- und ehrenamtlich Engagierten, die laut Bruns bei der Jugend großen Anklang findet. „Wenn keine Fußball-AG des Jugendhauses stattfinden kann, machen wir eben eine virtuelle Fußballliga. Jugendarbeit findet immer einen Weg, um präsent zu bleiben“, berichtet Dennis Kley vom Jugendhaus Bad Bentheim. So werden beispielsweise Projektkonzepte auf einen virtuellen Plan umgeschrieben, Beratungen und Gespräche finden über Videokonferenzen abgehalten und Freizeitgestaltung durch die Erarbeitung neuer Ideen möglich gemacht, so Kley.

Dafür benötigt die Jugendarbeit weiterhin finanzielle Unterstützung, die im zweiten Abschnitt der Videokonferenz besprochen wurde. „Der gute Kontakt zur Kreisjugendpflege des Landkreises Grafschaft Bentheim machte deutlich, dass alles im Rahmen des Haushalts Mögliche getan wird, um die Jugendarbeit auch finanziell zu unterstützen. Stornokosten für ausfallende Freizeiten und Veranstaltungen und Projektabsagen stellen die Jugendarbeit auch vor finanzielle Herausforderungen“, berichtet Magdalena Bruns. Im weiteren Verlauf des virtuellen Treffens präsentierte der Kreisjugendring einen Antrag, der die Jugendhilfeplanung in der Grafschaft Bentheim auf neue Wege führen soll. „Der Kreisjugendring fordert eine stetige, umfangreiche Jugendhilfeplanung, die alle Akteure der Jugendarbeit beteiligt. Alle Anwesenden sind sich einig, dass Jugendliche jetzt von der Jugendarbeit eine Perspektive brauchen, die ihnen aufzeigt, dass es vorangeht und Freude verbreitet“, so Bruns abschließend.

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