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smenzel
Susanne Menzel,
Redakteurin
28.04.2020, 15:07 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Kontaktverbot: Polizei verstärkt Kontrollen um Maifeiertag

„Keine Partys rund um den Maifeiertag“, lautet die Ansage der Polizei für den Maiabend am Donnerstag und den Tag der Arbeit am Freitag. Die Kontrollen zur Einhaltung des Kontaktverbotes sollen mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei verstärkt werden.

Verstärkte Kontrollen rund um den Maifeiertag kündigt die Polizei an. Foto: J. Lüken

© Lüken, Jürgen

Verstärkte Kontrollen rund um den Maifeiertag kündigt die Polizei an. Foto: J. Lüken

Nordhorn Normalerweise gehören zum Maifeiertag der klassische Tanz in den Mai, Partys und ausgiebige Radtouren dazu. In Zeiten von Corona ist jedoch alles anders - Kontakte sind möglichst einzuschränken, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Um die Vorgaben zum Kontaktverbot auch rund um den 1. Mai gewährleisten zu können, wird es innerhalb der Polizeidirektion Osnabrück, zu deren Zuständigkeitsbereich auch Grafschaft Bentheim und Emsland gehören, flächendeckend verstärkt Kontrollen und Überprüfungen geben. „Die Einhaltung der Kontaktbeschränkungen hat rund um den Maifeiertag oberste Priorität. Wir werden mit stärkeren Kräften vor Ort sein und falls nötig konsequent einschreiten. Besonders appellieren wir an die jungen Menschen, Partys oder Bollerwagentouren in diesem Jahr zu unterlassen,“ so Marco Ellermann, Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück.

„Nicht die Zeit für Partys und Bollerwagentourismus“

Die Kontrollen der örtlichen Polizei und Kommunen werden zusätzlich noch durch die Bereitschaftspolizei Niedersachsen unterstützt. Die Polizei wird zusammen mit den Kommunen verstärkt an bekannten Ausflugszielen zum Maifeiertag in den Regionen Präsenz zeigen. „Auch wenn es dem ein oder anderen schwerfällt, auf Gewohnheiten zu verzichten, setzten wir auf das Verantwortungsbewusstsein der Menschen. Es ist nun mal nicht die Zeit für Partys und Bollerwagentourismus“, so Ellermann. Die Polizei habe laut Ellermann großes Verständnis dafür, dass die Regelungen generell für die Bevölkerung tiefe Einschnitte bedeuten und lobte in diesem Zusammenhang auch die weitestgehende Einhaltung der Regeln, es gebe aber aktuell keine Alternative.

Kontaktbeschränkungen gelten weiterhin

Maßgebend für die Einhaltung der Regeln ist jüngste Verordnung des Landes Niedersachsen vom 20. April. Demnach können auch am Maifeiertag weiterhin nur Menschen aus einem Haushalt gemeinsam draußen unterwegs sein. Davon abgesehen dürfen sich zwei Menschen, die nicht aus einem Haushalt kommen, gemeinsam draußen aufhalten. Noch dazu sind die entsprechenden Abstands- und Hygieneregeln zu beachten. Bei Nichtbeachtung drohen auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes Ordnungswidrigkeiten mit teilweise hohen Bußgeldern oder sogar Strafanzeigen.

10.373 polizeiliche Maßnahmen

Seitdem von der Bundesregierung beschlossenen Regeln zur Kontaktreduzierung am 16. März 2020 hat die Direktion bis gestern 10.373 polizeiliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus getroffen. Zu den Maßnahmen gehörten 251 Straftaten, 1755 Ordnungswidrigkeiten, 1734 Platzverweise, 2891 Identitätsfeststellungen, 5746 Gefährderansprachen, neun Widerstandshandlungen, wie auch zahlreiche Amtshilfeersuchen seitens der Kommunen. Im Gebiet der Polizeidirektion Osnabrück leben rund 1,5 Millionen Menschen. Zur Polizeidirektion gehören die Polizeiinspektionen Osnabrück, Emsland/Grafschaft Bentheim, Leer/Emden und Aurich/Wittmund und die Zentrale Kriminalinspektion Osnabrück.

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