Grafschafter Nachrichten
28.08.2018

Konferenz zur Zukunft der Pflege in der Grafschaft

Konferenz zur Zukunft der Pflege in der Grafschaft

Das Programm stellten am Dienstag in der Kreisverwaltung vor (von links): Michael Motzek (Fachbereichsleiter Soziales und Gesundheit), Annegret Hölscher (Gesundheitsregion), Landrat Friedrich Kethorn. Foto Landkreis

Die „Zukunft der Pflege in der Grafschaft Bentheim“ ist der Schwerpunkt der 4. Gesundheitskonferenz der Gesundheitsregion Grafschaft Bentheim. Am Mittwoch, 12. September, gibt es von 13.30 bis 18 Uhr in der Alten Weberei in Nordhorn ein Vortragsprogramm.

Nordhorn Bei der 4. Gesundheitskonferenz geht rund um die Pflege und die Gewinnung von pflegerischen Nachwuchskräften. So nimmt der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, an der Veranstaltung teil. Mehr als 200 Besucher werden zu der 4. Gesundheitskonferenz erwartet, die sich an die interessierte Öffentlichkeit und Fachpublikum gleichermaßen richtet. Für die kostenlose Veranstaltung ist keine Anmeldung notwendig.

„Um den Herausforderungen in der Pflege auch in Zukunft gerecht zu werden, brauchen wir neben adäquaten Strukturen auch Pflege-Fachkräfte, die mit Herz und Hand nah am Patienten sind“, betont Landrat Friedrich Kethorn und Vorsitzender der Gesundheitsregion. Denn der Fachkräftemangel mache auch vor der Grafschaft nicht Halt. „Daher freut es mich besonders, dass die 4. Gesundheitskonferenz dieses wichtige Thema beleuchtet und dazu namhafte Referenten eingeladen hat. Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, dass der Pflegeberuf an Attraktivität gewinnt.“

Moderiert wird die Gesundheitskonferenz von Dr. Maren Preuß von der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen. In den Referaten werden die verschiedenen Aspekte behandelt: Zur „Zukunft der Pflege in Deutschland“ spricht Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung, um 14.15 Uhr. Im Anschluss um 15 Uhr referiert Dr. Heiner Friesacher. Der Pflegewissenschaftler, Dipl.-Berufspädagoge und Fachkrankenpfleger für Intensivpflege geht in seinem Vortrag „Pflegende – eine aussterbende Art?“ auf den bestehenden Fachkräftemangel ein und gibt Impulse, wie diesem Problem begegnet werden kann.

Welche Ausbildungsformen und Pflege-Berufe es in der Grafschaft gibt, wird anhand von Beispielen aus der Praxis aufgezeigt. So stellen Prof. Dr. Stefanie Seeling von der Hochschule Osnabrück, Birgit Sanders (Berufsfachschule Altenpflege) und Katharina Bölle zusammen mit Maren Mersmann (Berufsbildende Schulen Gesundheit und Soziales“ die verschiedenen Möglichkeiten ab 16.15 Uhr vor. Welche Maßnahmen zur Gewinnung von Fachkräften sinnvoll sind, erläutert um 17 Uhr Petra Lübbers vom Verein „Perspektive Pflege“ in Cloppenburg. Wie die Herausforderung in der Grafschaft angenommen und mit welchen Maßnahmen reagiert wird, präsentiert Elisabeth Eistrup, Koordinatorin der Arbeitsgemeinschaft Pflege Grafschaft Bentheim, ab 17.15 Uhr.

Abgerundet wird die 4. Gesundheitskonferenz durch einen Markt der Möglichkeiten, auf dem sich einige Einrichtungen aus dem Bereich der Pflege vorstellen und ihre Karrieremöglichkeiten aufzeigen. Daneben präsentiert sich die Gesundheitsregion Grafschaft Bentheim mit ihren Projekten. So wurde jüngst unter anderem eine Notfallmappe für ältere Menschen entwickelt.

„Wir freuen uns, dass wir dem aktuellen Thema Pflege bei der Gesundheitskonferenz soviel Raum geben und die hiesigen Experten zusammenbringen können. Schließlich ist die Gesundheitskonferenz nicht nur Impulsgeber, sondern auch eine Möglichkeit zur Vernetzung und zum interdisziplinären Austausch. Die Menschen in der Grafschaft sind herzlich dazu eingeladen“, betonen Michael Motzek, Fachbereichsleiter Soziales und Gesundheit beim Landkreis und Annegret Hölscher, Leiterin der Gesundheitsregion.

Hintergrund

Die Gesundheitsregion Grafschaft Bentheim

Seit dem 1. Juli 2015 ist der Landkreis Grafschaft Bentheim offiziell als Gesundheitsregion anerkannt und eine von 35 Gesundheitsregionen niedersachsenweit. Ziel des vom Land Niedersachsen geförderten Projekts ist es, Akteure aus dem Gesundheitswesen auf lokaler Ebene stärker zu vernetzen, um gemeinsam bedarfsgerechte Lösungen für die Zukunft zu entwickeln. Zu den Oberzielen der Grafschaft „gesund aufwachsen und entwickeln“, „medizinisch und menschlich gut versorgt“ sowie „gesund alt und gepflegt werden“ haben sich in den vergangenen zwei Jahren mehr als 200 Grafschafter Bürgerinnen und Bürger in Arbeitsgruppen ausgetauscht und innovative Projekte auf den Weg gebracht. Zahlreiche Partner in leitenden Funktionen, vom Ärzteverein und Ärztenetz über den Kreissportbund, Universität und Hochschule Osnabrück, den Krankenkassen, Pflegeeinrichtungen, Schule, Politik, Kliniken bis hin zum Beirat für Menschen mit Behinderungen engagieren sich in dem Prozess unter der Federführung des Landkreises.

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