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11.02.2018, 13:43 Uhr

Kampagne gegen Komasaufen: „bunt statt blau“

22.133 Minderjährige sind im Jahr 2016 bundesweit mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus gelandet. Die DAK will mit ihrer Kampagne gegen das sogenannte Komasaufen ankämpfen.

Kampagne gegen Komasaufen: „bunt statt blau“

Gegen das Komasaufen wendet sich die Kampagne „bunt statt blau“. Foto: dpa

gn Nordhorn. Kunst gegen Komasaufen: Unter diesem Motto startet die DAK-Gesundheit jetzt offiziell ihre Kampagne „bunt statt blau“ 2018 zur Alkoholprävention. Im neunten Jahr sucht die Krankenkasse die besten Plakate gegen das Rauschtrinken. 2016 kamen bundesweit 22.133 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus, 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Unterstützt wird die mehrfach ausgezeichnete Kampagne für Schülerinnen und Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren durch die niedersächsische Gesundheitsministerin Carola Reimann. Alle Schulen in der Region Grafschaft Bentheim sind eingeladen, das Thema Alkoholmissbrauch im Unterricht zu behandeln und ihre Schüler bis 31. März Plakate dagegen entwerfen zu lassen.

Beim sogenannten Komasaufen gab es 2016 in der Grafschaft mit 45 Betroffenen einen Anstieg um 32,4 Prozent (die GN berichteten). „Eine regionale Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger bleibt für uns unverzichtbar, um Kindern und Jugendlichen die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufzuzeigen. Solche wichtigen Gesundheitsthemen sollten in den Schulalltag einfließen“, sagt Günter Oster von der DAK in Nordhorn.

Seit 2010 haben bundesweit mehr als 87.000 junge Künstler bunte Plakate gegen das Komasaufen gestaltet. Die Kampagne „bunt statt blau“ wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt. Die Plakate, die Schüler im Rahmen der Kampagne gestalten, haben sich für Gleichaltrige als sehr eindrucksvoll erwiesen: Das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel hat ihre Wirkung auf die jugendliche Zielgruppe untersucht: Auf Kinder und Jugendliche wirken die selbst gemalten Plakate stärker als konventionelle Warnhinweise.

Gemeinsam mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, und dem Vorstandsvorsitzenden der DAK-Gesundheit, Andreas Storm, wählt die Bundesjury nach dem Einsendeschluss am 31. März aus 16 Landesgewinnern den Bundessieger 2018. Neu in der Jury ist der Hamburger Newcomer Emree Kavás. Der Deutsch-Soul-Sänger begeistert mit seiner erfolgreichen Debütsingle „Kopf Hoch“. Bei dem Plakatwettbewerb gibt es Geld- und Sachpreise in Höhe von rund 13.000 Euro zu gewinnen. Außerdem haben diejenigen, die über Instagram teilnehmen, die Chance auf einen Sonderpreis: Wer ein Bild von seinem Plakat oder ein Video hochlädt, kann neben einem Geldpreis eine Eintrittskarte für die „re:publica 2019“ in Berlin gewinnen. Das ist die größte Konferenz zu den Themen Digitalisierung und Gesellschaft in Europa.

Weitere Informationen unter www.dak.de/buntstattblau.

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