14.05.2020, 12:39 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Jugendhäuser wollen Ferienpassangebote ermöglichen

„Kinder- und Jugendliche brauchen Perspektiven“ - Aus diesem Grund zeigt sich der Arbeitskreis der Jugendhäuser optimistisch, dass Ferienpassangebote möglich sind.

Billard ist eine der vielen Optionen für die Freizeitgestaltung in der Ferienzeit. Foto: privat

Billard ist eine der vielen Optionen für die Freizeitgestaltung in der Ferienzeit. Foto: privat

Nordhorn Der Arbeitskreis der Jugendhäuser hat sich im Rahmen einer Videokonferenz mit der aktuellen Situation der offenen Kinder- und Jugendarbeit während der Corona-Pandemie beschäftigt. Die Mitglieder zeigen sich besorgt, denn gerade Kinder und Jugendlichen ständen seit der Schließung von Jugendhäusern vor acht Wochen fast keine gemeinsamen Frei- oder Sozialräume zur Verfügung, die es ihnen ermöglichen würden, ihren Interessen und Bedürfnisse nachzugehen, obwohl das vor allem in der Jugendphase enorm wichtig ist, um die eigene Persönlichkeit zu entwickeln.

In den letzten Wochen habe man in den Jugendhäusern viele positive Erfahrungen gesammelt was die Umsetzung von Angeboten der offenen Kinder- und Jugendarbeit trotz der Corona-Beschränkungen angehe. Jugendpolitische Online-Dialoge, Kreativangebote inklusive Materiallieferservice vor die Haustür der Teilnehmer, virtuelle Koch- und Backangebote, sowie digitale Spiel- und Sportangebote sind einige Beispiele, wie die Arbeit in den Jugendhäusern derzeit weiterläuft. Auf diese Erfahrungen lassen sich weitere Angebote aufbauen, betonen die Mitglieder des Arbeitskreises.

Mit Blick auf die Sommerferien und die Ferienpassaktionen in den Städten und Gemeinden sind sich die Jugendhäuser aus Bad Bentheim, Wietmarschen/Lohne, Neuenhaus und Emlichheim einig, dass den Kindern und Jugendlichen eine Perspektive geboten werden muss, natürlich unter der Gewährung allgemein erforderlicher Abstands-und Hygieneanforderungen. „Wir müssen den Kindern- und Jugendlichen für die Sommerferien ein Freizeitangebot bieten, auf das sie sich freuen können. Im Arbeitskreis haben wir Ideen gesammelt, welche Ferienpassangebote durchführbar wären, ohne die Gesundheit aller Beteiligten zu gefährden. An unseren Ferienpassaktionen nehmen Kinder und Jugendliche aus allen gesellschaftlichen Schichten teil. Trotzdem denken wir gerade auch an die Familien, die wirtschaftlich eingeschränkt sind und ihren Kindern nur begrenzt Freizeitgestaltung bieten können“, so Dennis Kley vom Unabhängigen Jugendhaus Bad Bentheim.

Dirk Becker und Stephan Faber von der Kreisjugendpflege des Landkreises Grafschaft Bentheim unterstützen den Arbeitskreis der Jugendhäuser. Der Landkreis fördert verschiedene Maßnahmen der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Auch wenn in der aktuellen Situation Projekte nicht durchführbar sind, stellt sich die Frage, ob die bewilligten Fördermittel flexibel eingesetzt werden können. Und auch Dirk Becker und Stephan Faber unterstützen das Vorhaben des Arbeitskreises, Ferienpassaktionen und weitere Alternativen vorzuhalten, denn „gerade Jugendliche benötigen jetzt eine Perspektive und Zeit mit Gleichaltrigen, um ihrem jugendlichen Leben nachgehen zu können. Ein attraktives Ferienangebot gibt den Jugendlichen Räume, in denen sie sich austauschen und einfach nur Spaß haben können.“

  • Drucken
  • Kommentare 0
  • rating rating rating rating rating
Copyright © Grafschafter Nachrichten - Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.
Corona-Virus