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30.04.2019, 11:18 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

Jägerschaft will den Rückgang der Artenvielfalt verhindern

Hegering VI. ehrt Mitglieder und will mehr Blühstreifen als Beitrag zum Naturschutz setzen.

Der Vorstand ehrte langjährige Mitglieder (von links): Vorsitzender der Kreisjägerschaft Thomas Heils, Gerd Molendyk, Holger Scholte-Eekhoff, Hartmut Credé, Helmut Wolts, Kreisjägermeister Albert Lucas und Hegeringsleiter Jan Geerink.Foto: privat

Der Vorstand ehrte langjährige Mitglieder (von links): Vorsitzender der Kreisjägerschaft Thomas Heils, Gerd Molendyk, Holger Scholte-Eekhoff, Hartmut Credé, Helmut Wolts, Kreisjägermeister Albert Lucas und Hegeringsleiter Jan Geerink.Foto: privat

Hesingen Der Hegering VI. hat kürzlich seine Generalversammlung in Hesingen abgehalten. Vor der Versammlung konnten die Mitglieder die Rehwildtrophäen des vergangenen Jagdjahres begutachten. Hegeringsleiter Jan Geerink überreichte die Nadel des Deutschen Jagdschutzverbandes für 25-jährige Mitgliedschaft an Holger Scholte-Eekhoff und Gerd Molendyk. Für 50-jährige Mitgliedschaft sind Hartmut Credé und Helmut Wolts ausgezeichnet worden.

Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Grafschaft Bentheim, Thomas Heils gab einen kurzen Überblick zu den aktuellen Themen der Kreisjägerschaft. Er hob die Vielzahl von Hege- und Pflegemaßnahmen in der Natur hervor, die durch die Jägerschaft geleistet werden.

Für die Errichtung einer Raumschießanlage auf dem Gelände der Polizei in Lohne berichtete Thomas Heils, dass die Planungen so gut wie abgeschlossen sind und ein Baubeginn im Sommer erwartet wird.

In seinem Streckenbericht zeigte Hegeringsleiter Jan Geerink auf, dass die Jäger im Hegering ihrer Aufgabe zur Reduzierung der Prädatoren nachkommen. Die Strecke von Fuchs, Marder und Rabenkrähe sind weiterhin auf hohem Niveau. Dieser angewandte Naturschutz komme auch den Singvogelbeständen und Bodenbrütern zugute.

Sorge bereiten weiterhin die sinkenden Bestände der Wildkaninchen. Die äußerst aggressive „Chinaseuche“ lässt eine Erholung der Bestände derzeit nicht zu.

Auf die Bejagung der Rebhühner wird bereits seit vielen Jahren auf freiwilliger Basis seitens der Jägerschaft verzichtet. Die Anstrengungen der Jägerschaft, zur Stabilisierung der Bestände durch intensive Bejagung der Fressfeinde und zugleich Lebensraumverbesserungen durchzuführen, zeigen leider nicht die erhoffte Wirkung.

Auch dieses Jahr haben sich die Jäger des Hegerings VI wieder an dem „Tag der sauberen Landschaft“ beteiligt und haben achtlos in die Natur geworfenen Unrat gesammelt und zur Mülldeponie gebracht. Hier ist ein dringender Appell an die Bevölkerung zu richten, denn die vielen ehrenamtlichen Helfer, die in der Grafschaft die Landschaft vom Müll befreien, wären nicht nötig, wenn jeder seinen Abfall ordnungsgemäß entsorgen würde.

Einen schönen Tag in der Natur haben die Jäger auch in den letzten Sommerferien wieder den Kindern im Rahmen der Ferienpassaktion bereiten können. Ein herzlicher Dank galt auch dem Jäger und Imker Gerd Rengelink, der den Kindern die Lebensweise der Bienen nähergebracht hat.

Die Jäger des Hegerings VI sind in diesem Frühjahr wieder im Gespräch mit der Landwirtschaft und bitten bei der Anlage von Blühstreifen um die Bereitschaft der Landwirte, freiwillig beziehungsweise im Rahmen von Programmen aus Agrarumweltmaßnahmen entsprechende Flächen zur Verfügung zu stellen. Die Möglichkeit, so dem Rückgang der Artenvielfalt und dem Insektenrückgang entgegenzuwirken, sollte, auch im Interesse der Allgemeinheit, genutzt werden.

Sofern Grundstückseigentümer Interesse an der Anlage von Hegebüschen oder Streuobstwiesen haben, bitten die Jäger um Rückmeldung. Hier können Fördermöglichkeiten und Hilfeleistungen der Jägerschaften in Anspruch genommen werden.

Der Rehwild-Hegegemeinschaftsleiter Geert Brüggemann gab die Ergebnisse der Gehörnbewertung bekannt. Eine Bronzemedaille erhielt Hermann Kolde für den stärksten Bock. Dem Revier Halle wurde ein bronzener Bruch für den besten Hegeabschuss überreicht.

Allgemein ist der Bestand an Rehwild stabil, der hohe Anteil an Fallwild bereitet nach wie vor Sorge. Es sollte daher mit Aufgang der Jagdzeit für Rehwild im Mai unbedingt für eine entsprechende Bestandsreduzierung, vor allem an stark befahrenen Straßen, von den Revierinhabern gesorgt werden. Das natürliche Lebensmittel „Wild“ kann so durch die Jägerschaft als ökologischste Form von Fleisch dem Verbraucher bereitgestellt werden.

Schießobmann Günter Fichtner berichtete über die Ergebnisse der durchgeführten Flintenschießwettbewerbe. Schatzmeister Jörg Reurik gab Auskunft über die Kassenführung des vergangenen Jahres. Hundeobmann Gerhard Ekkel stellte die Prüfungsergebnisse der abgehaltenen Hundeprüfungen vor. Der Obmann für Öffentlichkeitsarbeit, Bernd Jüngerink, berichtete über die guten Erfahrungen mit dem von der Kreisjägerschaft bereitgestellten Info-Mobil. Vor allem Kindern könne so unsere heimische Natur nähergebracht werden. Der Obmann für die AG-Junge Jäger, Julian Hilbrands, steht Jungjägern als Ansprechpartner für Fragen zur Verfügung.

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