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19.04.2018, 15:08 Uhr

Ingrid Thole bleibt Vorsitzende der Frauen Union im Bezirk

Der Bezirksdelegiertentag der Frauen Union Osnabrück-Emsland wählte in Surwold erneut Ingrid Thole (Bild) aus Nordhorn zur Vorsitzenden. Auch Marion Haidukiewitz (Quakenbrück) und Roswitha Sehrbrock (Haselünne) wurden als Stellvertreterinnen bestätigt.

Ingrid Thole bleibt Vorsitzende der Frauen Union im Bezirk

Der Bezirksdelegiertentag der Frauen Union Osnabrück-Emsland wählte in Surwold einen neuen Vorstand. Das Bild zeigt (von links) Hedwig Thele, Marion Haikukiewitz, MdL Bernd Busemann, Gesa Neemann, MdB Gitta Connemann und Ingrid Thole. Foto: privat

gn Surwold. Neben den Wahlen stand das Thema „100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland“ im Mittelpunkt. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann zeigte die historischen Hintergründe auf. Am 12. November 1918 wurde den Frauen in Deutschland nach langem Kampf das aktive und passive Wahlrecht zugestanden. Die Parlamentarierin stellte die nachdenkliche Frage: „Damals hieß es: die deutschen Frauen sind die freiesten auf der ganzen Welt. Welche Frau würde das heute noch sagen?“ So sieht Connemann auch bei der Teilhabe von Frauen in der Politik noch viel Luft nach oben. Heute seien Frauen in den Parlamenten unterrepräsentiert. Inzwischen sind nur noch 30,3 % der Bundestagsmitglieder weiblich. In der CDU/CSU-Fraktion beläuft sich der Frauenanteil nur noch auf 23,8 %. Sie plädiert für eine stärkere Beteiligung von Frauen, weil diese einen anderen Blick und Themen einbringen wie z. B. den Ausbau von Krippen und Kitas, der Hebammenversorgung und Pflege. Diese Themen seien für Bürgerinnen und Bürger von besonderer Bedeutung.

Gitta Connemann gehört als Stellvertretende Vorsitzende der Führungsspitze der CDU/CSU-Bundestagsfraktion an. Sie betonte: „Ohne die Unterstützung der Frauen Union wäre ich dort heute nicht. Dieses Netzwerk trägt.“

Der Vizepräsident und Landtagsabgeordnete Bernd Busemann betonte, dass ab August 2018, wie im Wahlkampf versprochen, die Elternbeiträge für die Kitas abgeschafft werden. Der dringend erforderliche Abbau von Schulden, erfolge ab 2019. „Schulden können nur in Zeiten abgebaut werden, wenn die Wirtschaft brummt, viele Menschen eine Arbeit haben und hohe Einnahmen vorhanden sind. Busemann bedauerte den geringen Frauenanteil im Landtag und forderte dazu auf, sich stärker in sie Politik einzubringen. Das Interesse, sich in Politik einzubringen, habe nicht nur Frauen, sondern allgemein nachgelassen. Dies habe die Suche nach Kandidaten bei der letzten Kommunalwahl gezeigt. Busemann sieht dies als Gefahr für die Demokratie.

Auf die schwache Beteiligung von Frauen in der Politik, besonders in den Kreistagen, ging die Bezirksvorsitzende der Frauen Union Osnabrück-Emsland, Ingrid Thole, in Ihren Bericht ein. Der Frauenanteil im emsländischen Kreistag ist mit 20 Prozent der Geringste im gesamten Bezirk. In den Landkreisen Grafschaft Bentheim und Osnabrück-Land beträgt der Anteil 25 Prozent. Vorbild sei die Stadt Osnabrück mit einem Anteil von Frauen von 42,5 Prozent. Wichtig sei auch eine Berücksichtigung von Frauen bei einflussreichen Positionen, wie Landrat, Oberbürgermeister, Bürgermeister, Ratsvorsitz und bei Aufsichtsräten und deren Stellvertretern, sagte Thole.

Thole ging weiter auf die Auswirkungen der Digitalisierung und die Versorgung gerade auch ländlicher Gebiet mit Glasfaser ein. „Die Glasfaserversorgung muss endlich auch in ländlichen Gebieten stattfinden, und zwar bis vor die Haustür der Nutzer. Nur so kann sichergestellt werden, dass der ländliche Raum von der wirtschaftlichen Entwicklung nicht abgehängt wird und attraktiv bleibt“.

Weiter wurden gewählt: Maria Bauken (Haren), Adina Hagen (Bad Essen), Cornelia Hesselmann (Bramsche), Maria Hülsing (Emsbüren), Rita Krieger (Merzen), Gesa Neemann (Surwold), Elke Fox (Bad Rothenfelde), Renate Weber (Osnabrück), Monika Wassermann (Wietmarschen) als Vertreterin der Kreisverbände. Beisitzerinnen wurden: Martina Alfers (Lingen), Elisabeth Buntenkötter(Neuenkirchen) Regina Gerdes (Papenburg), Simone Hartung (Bissendorf), Maria König (Haren), Maria ten Wolde (Nordhorn), Maria Tieben (Haren) und Gertrud Wissmann (Bersenbrück).“

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