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2022-06-mlueken
Martin Lüken,
Sportredakteur
21.11.2022, 16:00 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

Bentheimer Jahrbuch

Im Fokus: Grafschaft Bentheim zur Zeit des Nationalsozialismus

Scheckübergabe: Vorstandsvorsitzender Sven Fischer (Zweiter von rechts) überreichte die Spende der Sparkassenstiftung an den Vereinsvorsitzenden Uwe Fietzek, den Geschäftsführer Bernhard Jansen und den Redaktionsleiter Steffen Burkert (von rechts) vom Grafschafter Heimatverein. Foto: Konjer

Scheckübergabe: Vorstandsvorsitzender Sven Fischer (Zweiter von rechts) überreichte die Spende der Sparkassenstiftung an den Vereinsvorsitzenden Uwe Fietzek, den Geschäftsführer Bernhard Jansen und den Redaktionsleiter Steffen Burkert (von rechts) vom Grafschafter Heimatverein. Foto: Konjer

Die Sammlung kann erweitert werden: Das seit 1946 als „Bentheimer Jahrbuch“ betitelte Heimatjahrbuch wird auch mit der Ausgabe 2023 fortgeführt. Unter der ehrenamtlichen Leitung des GN-Redakteurs und Historikers Steffen Burkert haben mehr als 20 Autoren zahlreiche und zum Teil reich bebilderte Artikel beigesteuert. „Der Heimatverein schafft es immer wieder, einen gekonnten Querschnitt aus den unterschiedlichsten Bereichen unserer Grafschaft für die interessierten Leser zu schaffen und damit auch späteren Generationen zu erhalten“, betont Sven Fischer, Vorstandsvorsitzender der Grafschafter Sparkassenstiftung, die erneut 8000 Euro zur Erstellung des neuen Bentheimer Jahrbuches beisteuert und damit einen maßgeblichen Anteil an der Weiterentwicklung des Buchprojektes hat.

Wie Uwe Fietzek, Vorsitzender des Heimatvereins Grafschaft Bentheim, sowie Geschäftsführer Bernhard Jansen berichten, ist ein Schwerpunktthema im neuen Jahrbuch die Grafschaft Bentheim zur Zeit des Nationalsozialismus. Gleich mehrere Beiträge befassen sich mit diesem Zeitabschnitt:

  • Heinrich Voort erinnert an die Beschlagnahme von Kirchenglocken in zwei Weltkriegen.
  • Steffen Burkert berichtet anhand eines erst kürzlich bekannt gewordenen Briefes, wie der Gildehauser Jude Heinz Wertheim deportiert wurde und als einziger Grafschafter den „1. Bielefelder Transport“ überlebte.
  • Celina Keute hat in ihrem Buch „Schüsse in der Stille“ die Erinnerungen ihres Urgroßvaters Hermann Kronemeyer aus Bathorn festgehalten und stellt sie in Ausschnitten vor.
  • Hans Adolf Rosenboom befasst sich in einem ausführlichen Artikel mit der Rolle seines Vaters, des Pastors Anton Rosenboom (1899-1964), und den kirchlichen Verhältnissen in Neuenhaus während des Dritten Reiches.
  • Helmut Lensing zeichnet die Geschichte der Hitlerjugend in der Grafschaft nach – von der Gründung bis zur Ernennung als Staatsjugend 1936.
  • Wilhelm Hoon schließlich wirft einen Blick auf die unmittelbare Nachkriegszeit und auf die Bemühungen des britischen Offiziers Eric Grimley, in der Grafschaft die Demokratie einzuführen.

Insgesamt versammelt das Bentheimer Jahrbuch auf mehr als 300 Seiten wieder 27 Beiträge aus einem breiten Themenspektrum von Geschichte bis Zeitgeschehen, aus Natur, Kunst und Kultur, über Heimatkunde und Grafschafter Platt. Viele davon haben einen aktuellen Bezug. So schreibt Reinhold Gosejacob zum Beispiel über die zurzeit kontrovers diskutierte Rückkehr des Wolfes. Hans-Werner Schwarz befasst sich mit 100 Jahren Torfabbau bei der Firma Brill in Georgsdorf und Ralf Tyborczyk mit dem Ende des Ölverkehrs auf der Bentheimer Eisenbahn. Der ehemalige Landrat Friedrich Kethorn zeichnet den Zusammenschluss der beiden Nordhorner Krankenhäuser nach und Matthias Bollmer schreibt über einen der wichtigsten archäologischen Funde aus der Grafschaft, den Goldbrakteat von Neuenhaus.

Erhältlich ist das Jahrbuch wie üblich zum Preis von 24 Euro im Buchhandel (ISBN 978-3-948761-07-3) sowie direkt beim Heimatverein Grafschaft Bentheim (heimatverein-grafschaft.de).

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