Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
18.07.2018, 16:32 Uhr

IHK-Bericht: Regionale Konjunktur schaltet einen Gang zurück

Die regionale Wirtschaft kann das hohe Niveau der vergangenen Quartale nicht halten. Das ist das Ergebnis der Konjunkturumfrage der IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim für das 2. Quartal 2018. Handelsstreit und Fachkräftemangel schaden den Firmen.

IHK-Bericht: Regionale Konjunktur schaltet einen Gang zurück

Die IHK hat 600 Unternehmen aus der Region befragt, wie es im 2. Quartal um die Wirtschaft stand. Foto: dpa

Nordhorn/Osnabrück Die IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim hat rund 600 regionale Unternehmen befragt, wie es um die Konjunktur im 2. Quartal 2018 steht. Die Ergebnisse hat die Industrie- und Handelskammer nun in einem Bericht zusammengefasst. „Die regionale Wirtschaft schaltet einen Gang zurück“, heißt es in dem Papier. Sowohl die Geschäftslage als auch die Erwartungen trüben sich ein. Der IHK-Konjunkturklimaindex liegt mit 119 Punkten aber nach wie vor über dem langjährigen Durchschnitt.

Besonders deutlich trüben sich die Geschäftserwartungen ein. Per Saldo blicken noch 4 Prozent der Unternehmen optimistisch auf die kommenden Monate (Vorquartal: 16 Prozent). Die aktuelle Lage wird trotz eines Rückgangs um sieben Prozentpunkte von per Saldo 37 Prozent der Unternehmen als gut eingeschätzt.

Insbesondere die Auslandsgeschäfte der regionalen Unternehmen erhalten einen Dämpfer. Rechneten im Vorquartal per Saldo noch 22 Prozent der Unternehmen mit einem steigenden Exportgeschäft, so trifft dies aktuell auf lediglich 7 Prozent zu. Für 18 Prozent der Betriebe stellt eine nachlassende Auslandsnachfrage ein Risiko für die weitere wirtschaftliche Entwicklung dar (Vorquartal: 13 Prozent). Zu dieser erheblichen Verunsicherung von außen führen aktuell vor allem die handelspolitischen Auseinandersetzungen, etwa zwischen Europa und den USA. Neben den daraus resultierenden Unwägbarkeiten bleiben auch die wirtschaftspolitischen Herausforderungen mit Blick auf den Brexit, Russland, die Türkei und andere Märkte weiter bestehen.

Robuste Verfassung

Weiterer Grund für die geringere Wirtschaftsdynamik sind Fachkräfteengpässe. Mehr als zwei Drittel der Unternehmen sehen hierin mittlerweile ein Risiko für ihre Geschäftsentwicklung (69 Prozent nach zuletzt 68 Prozent), schreibt die IHK. Zahlreiche Unternehmen fürchten deshalb, Aufträge ablehnen oder das Angebot einschränken zu müssen. Auch die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen rücken verstärkt in den Fokus der Unternehmen (46 Prozent nach zuletzt 45 Prozent). Besonders stark nehmen die Sorgen um steigende Energie- und Rohstoffpreise zu. Aktuell sehen 39 Prozent der Unternehmen hierin ein Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung (Vorquartal: 31 Prozent).

Trotz aller Risiken zeugen die aktuellen Umfragewerte davon, dass sich die regionale Wirtschaft weiterhin in einer robusten Verfassung befindet. Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen ist gegenüber dem Vorquartal nahezu stabil geblieben. Per Saldo wollen 24 Prozent der Betriebe mehr investieren (Vorquartal: 25 Prozent). Auch beim Blick auf die Entwicklung in den einzelnen Branchen ergibt sich in großen Teilen ein positives Bild. Die Geschäftslage im Baugewerbe erreicht sogar Rekordniveau. Nach wie vor über dem langjährigen Durchschnitt liegen die Lageurteile in der Industrie, im Handel sowie bei den Dienstleistern.

Newsletter
Nichts verpassen! Newsletter abonnieren.
Lesermeinung
Bitte melden Sie sich an, um Kommentare lesen und schreiben zu können.