Grafschafter Nachrichten
15.11.2019

Hilbers will das Ehrenamt mit steuerlichen Anreizen stärken

Hilbers will das Ehrenamt mit steuerlichen Anreizen stärken

Ein Banner mit der Aufschrift „Ehrenamt“. Reinhold Hilbers, niedersächsischer Finanzminister, fordert eine bessere Unterstützung der ehrenamtlichen Helfer. Symbolfoto: Patrick Seeger/dpa

Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers appelliert an den Bund, die am Donnerstag vom Finanzausschuss des Bundesrates gefassten Beschlüsse zur Stärkung des Ehrenamtes und Verbesserung der Gemeinnützigkeit zeitnah umzusetzen.

Hannover „Wir sollten die vielen ehrenamtlichen Helfer in ihrem Engagement unterstützen, auch in Form besserer steuerlicher Anreize und weiterer Vereinfachungen“, erklärte Hilbers.

Der Finanzminister und Grafschafter CDU-Landtagsabgeordnete bedauert, dass der Bundestag die bereits im Bundesrat gefassten Beschlüsse der Finanzminister zur Stärkung des Ehrenamtes, an deren Entwicklung Niedersachsen intensiv mitgewirkt hat, nicht aufgegriffen habe. Umso erfreuter zeigte sich Hilbers daher, dass der Finanzausschuss des Bundesrates am Donnerstag einstimmig einen von Niedersachsen und weiteren Ländern eingebrachten Antrag beschlossen hat, der den Bund auffordert, zeitnah und mit Wirkung vom 1. Januar 2020 Änderungen zur steuerlichen Verbesserung der gemeinnützigen Tätigkeit doch noch umzusetzen.

Dazu gehören insbesondere die Bürokratieentlastungen für kleinere Vereine durch Abschaffung der Pflicht zur zeitnahen Mittelverwendung bei jährlichen Einnahmen bis zu 45.000 Euro. Darüber hinaus soll die Übungsleiterpauschale von 2400 Euro auf 3000 Euro im Jahr sowie die Ehrenamtspauschale um weitere 120 Euro auf 840 Euro angehoben werden.

Zudem fordern die Finanzminister die ertragsteuerliche Entlastung für ehrenamtlich Tätige durch eine zusätzliche Steuerbefreiung für Sachleistungen aufgrund einer Ehrenamtskarte sowie die Anhebung der Freigrenze bei der Körperschaft- und Gewerbesteuer für wirtschaftliche Geschäftsbetriebe gemeinnütziger Vereine von 35.000 Euro auf 45.000 Euro.

Auch die Grenze, bis zu der ein vereinfachtes Verfahren für die Bestätigung von Spenden gilt, soll von 200 Euro auf 300 Euro erhöht werden.

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