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19.11.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Grafschafter Sparkassenstiftung feiert ihr 25-Jähriges

Tradition und Tourismus: Bis ins 19. Jahrhundert transportierten spezielle Flachbodenschiffe den Bentheimer Sandstein und andere Waren auf der Vechte. Die Stiftung förderte den Bau einer „Zomp“, die im Auftrag der Samtgemeinde Emlichheim gebaut wurde. Foto: Dieter Lindschulte

Tradition und Tourismus: Bis ins 19. Jahrhundert transportierten spezielle Flachbodenschiffe den Bentheimer Sandstein und andere Waren auf der Vechte. Die Stiftung förderte den Bau einer „Zomp“, die im Auftrag der Samtgemeinde Emlichheim gebaut wurde. Foto: Dieter Lindschulte

Von Guntram Dörr

Nordhorn Die Grafschafter Sparkassenstiftung blickt 2020 nach einem Vierteljahrhundert auf eine breit gefächerte Förderarbeit zurück. Ob Konzerte oder Musicals, Computer, Brauchtum, Bildung, Natur- und Umweltschutz oder Heimatgeschichte – in bisher genau 101 Sitzungen hat sich das Gremium, dem Vertreter von Wirtschaft, Politik und öffentlichem Leben angehören, mit 755 Projektanträgen beschäftigt und rund 550 Zusagen erteilt. Anfang 2018 knackte die Stiftung die Fünf-Millionen-Euro-Marke, mit diesen Zuwendungen wurde ein Gesamtvolumen von 20,3 Millionen Euro freigesetzt.

Als sich der Gründungsstiftungsrat Ende November 1995 zum Gruppenfoto im Kaminzimmer von Kloster Frenswegen formierte, entstand eine für die damalige Zeit einzigartige Institution: die Sparkassenstiftung für die Grafschaft Bentheim. Motor dieser neuen Einrichtung war der damalige Vorstandsvorsitzende Johann Spering. Ihm ging es um ein klares Signal. Nicht nur Geldinstitut, sondern auch Förderin des Gemeinwohls sollte die Sparkasse sein. Sie wollte, um aus dem Vorwort des Magazins zu zitieren, das am Sonnabend den GN beiliegt und die 25-jährige Stiftungsratsgeschichte breit auffächert, „die Lebensqualität, das Bildungsangebot und die Wirtschaftskraft der Grafschaft stärken und Dinge möglich machen, die ansonsten nicht umsetzbar gewesen wären.“

Heimatgeschichte: Unterstützt wird das Historienspiel Gertrud van Zelst auf der Freilichtbühne zum Stadtjubiläum 150 Jahre Stadt Bad Bentheim. Foto: Westdörp

Heimatgeschichte: Unterstützt wird das Historienspiel Gertrud van Zelst auf der Freilichtbühne zum Stadtjubiläum 150 Jahre Stadt Bad Bentheim. Foto: Westdörp

Für den heutigen Vorsitzenden des Stiftungsrates, Hubert Winter, und den Vorsitzenden des Stiftungsvorstandes, Norbert Jörgens, bestehen keine Zweifel, dass dieses ehrgeizige Ziel erreicht wurde. Winter, der 1999 an die Spitze der Kreissparkasse aufrückte, sagt mit Blick auf die zahlreichen Anträge, oft mit kulturellem Schwerpunkt, die auf dem Tisch der Stiftungsräte landeten: „Die Grafschafter haben uns gefordert, das haben wir gerne gefördert.“

Aus der Vielzahl der Projekte, die im 60-seitigen Jubiläumsmagazin dargestellt sind, hebt der Stiftungsrats-Vorsitzende die Eigenaktion „PCs in die Schulen“ hervor: „Da haben wir bereits 1998 einen starken Impuls gegeben.“ Auch die sieben Arbeiterskulpturen, je eine in Nordhorn, Bad Bentheim, Schüttorf, Neuenhaus, Uelsen, Wietmarschen und Emlichheim, wertet er als sichtbare Zeichen der Stiftungsarbeit, die bleiben. Die Standbilder seien von den Kommunen erfreulicherweise in die touristische Eigenwerbung aufgenommen worden. Schließlich der Tierpark Nordhorn, mittlerweile der stärkste Besuchermagnet im Landkreis und immer wieder Nutznießer erheblicher finanzieller Förderung, zu dem Winter sagt: „Das war gut investiertes Geld, der Nutzen ist nachhaltig.“

Besuchermagnet: Die Entwicklung des Tierparks Nordhorn zur touristischen Hauptattraktion der Kreisstadt ist ohne das konsequente und großzügige Handeln des Sparkassen-Stiftungsrates in dieser Form nicht vorstellbar. Zu den Großprojekten zählt der Vechtehof als „lebendes Bauernhaus“. Foto: Westdörp

Besuchermagnet: Die Entwicklung des Tierparks Nordhorn zur touristischen Hauptattraktion der Kreisstadt ist ohne das konsequente und großzügige Handeln des Sparkassen-Stiftungsrates in dieser Form nicht vorstellbar. Zu den Großprojekten zählt der Vechtehof als „lebendes Bauernhaus“. Foto: Westdörp

Jubiläumsfeiern wird es wegen der Corona-Beschränkungen nicht geben. Auch ohne Sekt und Häppchen, da ist Winter ganz unbescheiden, sollte aber erkennbar sein, dass die Sparkassenstiftung der Grafschaft durchaus ihren Stempel aufgedrückt habe.

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