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22.04.2018, 15:52 Uhr

Grafschafter Jäger kämpfen gegen Mähtod

Jährlich fallen viele Wildtiere Erntemaschinen zum Opfer: Ein Tod, der nach Auffassung des Biotop-Fonds der Jägerschaften Emsland/Grafschaft Bentheim oftmals verhindert werden könnte. Der Verein setzt auf ein Miteinander von Jägern und Landwirten.

Grafschafter Jäger kämpfen gegen Mähtod

Zwei Rehkitze wurden vor der Grasernte von Jägern mit Jagdhund aufgefunden und danach in Sicherheit gebracht. Foto: dpa

gn Nordhorn. „Die effektivste Maßnahme, um Mähtod zu verhindern, ist das Mähen von innen nach außen“, erklärt Thomas Schomaker, Vorsitzender des Biotop-Fonds, ein Zusammenschluss der vier Jägerschaften Aschendorf-Hümmling, Meppen, Lingen und Grafschaft Bentheim. Mäht ein Landwirt von der Feldmitte an Grünland und insbesondere Grünroggen oder Ackergras, welches zu dieser Jahreszeit die beste Deckung für die Wildtiere bietet, könne das für die Tiere Rettung in letzter Minute bedeuten. Über eine frisch gemähte Fläche flüchte es hingegen nur selten.

Doch Gefahr besteht laut Schomaker nicht nur für Wildtiere wie Fasane, Rebhühner, Brachvögel und Rehe, sondern auch für die Kühe und Pferde im heimischen Stall. Fänden Stücke eines totgemähten Tieres ihren Weg in die Silos, könnten sie dieses mit Leichengiften verseuchen. Landwirte können auch auf andere Weise das Risiko für Reh und Uferschnepfe minimieren: Maximal 24 Stunden vor der Mahd könne mit trainierten Jagdhunden das Wild aus dem Feld verscheucht werden.

Auch sogenannte Knistertüten – also Plastiktüten an Holzstöcken – seien wirksame Mittel, sagte der Vorsitzende. Zu den moderneren Hilfsmitteln gehören elektronische Wildtiervergrämer. Der Biotop-Fonds hat in der Vergangenheit Geräte angeschafft und Lohnunternehmern und Landwirten überlassen.

04.05.2017 Drohneneinsatz gegen den Mähtod von Rehkitzen
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