Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
24.03.2020, 10:56 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

Grafschaft und Emsland legen Leitstellen zusammen

Die Landkreise Grafschaft Bentheim und Emsland planen einen Neubau für eine gemeinsame Rettungsleitstelle. Das teilten sie am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung mit. Details sollen im Sommer in den politischen Gremien besprochen werden.

Ein Blick in die Rettungsleitstelle im Kreishaus Nordhorn. Archivfoto: Hille

Ein Blick in die Rettungsleitstelle im Kreishaus Nordhorn. Archivfoto: Hille

Nordhorn/Meppen In den Kreisverwaltungen in Nordhorn und Meppen befinden sich aktuell Leitstellen, die seit 2014 in einem virtuellen Verbund zusammenarbeiten. „Damit konnten unter anderem bereits die Qualität der Notrufabfrage und die landkreisübergreifende Kommunikation verbessert werden. Eine vollständige Harmonisierung der Arbeitsprozesse ist jedoch über die Jahre nicht gelungen“, heißt es in einer Erklärung, die Landkreise Grafschaft Bentheim und Emsland am Dienstag gemeinsam veröffentlichten. Das erkannte Defizit nahmen die entsprechenden Fachausschüsse der beiden Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim zum Anlass, um die Weiterentwicklung der Leitstellen zu erörtern.

Grundlage für die Überlegungen bildete das Konzeptpapier eines Fachbüros aus München. Dieses stellte dar, dass durch die zwei getrennten Standorte bei der Dienstplanung mehr Personal gebraucht werde. Ein flexibler Personaleinsatz auf der Basis eines gemeinsamen Dienstplanmodels sei in der Praxis nicht zu realisieren, hieß es. Darüber hinaus ließen die Erfahrungen mit dem virtuellen Leitstellenverbund in den vergangenen Jahren den Schluss zu, dass der Betrieb von zwei Leitstellenstandorten als unwirtschaftlich gewertet werden könne.

Landräte äußern sich

„In puncto Sicherheit haben wir das angestrebte Ziel erreicht. Durch den erweiterten Personalpool im Leitstellenverbund ist verlässlich sichergestellt, dass eingehende Notrufe immer entgegengenommen werden können“, betont Landrat Marc-André Burgdorf (Landkreis Emsland). Es zeichne sich allerdings bereits jetzt ab, dass sich die Aufgabenfülle der Leistellen weiter erhöhen werde. „Leitstellen werden sich noch mehr als jetzt schon zu universellen Ansprechpartnern für den Bürger in Notlagen entwickeln“, sagt Landrat Uwe Fietzek (Landkreis Grafschaft Bentheim). „Grundsätzlich aber ist die Zusammenlegung für beide Landkreise die bestmögliche Lösung, vor allem vor dem Hintergrund gemeinsamer Standards, der Arbeitsabläufe und der immer weiter zunehmenden Qualitätsanforderungen“, betont Fietzek. „Um die neuen zu erwartenden Herausforderungen effizient leisten zu können, müssen bestehende Strukturen jetzt überdacht und gegebenenfalls verändert werden“, sagt Burgdorf.

Im Ergebnis waren sich die Mitglieder des Feuerschutzausschusses des Landkreises Emsland und des Ausschusses für Feuerschutz und Ordnung des Landkreises Grafschaft Bentheim einig, dass eine gemeinsame Leitstelle an einem Standort die richtige Lösung sei. Das bedeutet, dass es einen Neubau geben wird, in dem die Leitstelle untergebracht ist. Außerdem soll ein Konzept für den Übergang erarbeitet werden. Zeitgleich wird die Planung eines Neubaus mit den Kapazitäten für die erwarteten Aufgaben vorangetrieben werden. Die gemeinsame Leitstelle soll als Anstalt des öffentlichen Rechts organisiert sein.

Politische Diskussion im Sommer

Das Thema wird in den zuständigen Fachausschüssen und Kreistagen der beiden Landkreise voraussichtlich im Sommer vorgestellt, wo dann auch die notwendigen politischen Beschlüsse zur Weiterentwicklung der Leitstellen gefasst werden müssen.

  • Drucken
  • Kommentare 0
  • rating rating rating rating rating
Corona-Virus