Grafschafter Nachrichten
12.09.2016

Gildkamp-Park beim Tag des Denkmals eröffnet

Gildkamp-Park beim Tag des Denkmals eröffnet

Den Alten Friedhof am Gildkamp haben Paul Uphaus, Hartmut Schrap (Geschäftsführer der Naturschutzstiftung), Jörg Verwey (Verwaltungsleiter ref. Gemeinde) Landrat Friedrich Kethorn, Bürgermeister Thomas Berling, Zweiter Kreisrat Dr. Michael Kiehl und Pastor Gerfried Olthuis eröffnet. Fotos: Konjer

Insgesamt 17 Denkmäler in der Grafschaft Bentheim waren am Sonntag für Besucher geöffnet. Ein neuer Anlaufpunkt ist hinzugekommen. Der neue Park rund um die geschützten Gräber am Gildkamp in Nordhorn ist eröffnet worden.

Nordhorn. Beinahe in jeder Gemeinde im Landkreis konnten Besucher am Sonntag alte Denkmäler besichtigen und sich informieren. So gab es in Uelsen Führungen in den alten Häusern am Markt, im Kloster Frenswegen präsentierte die Historische Bibliothek alte Bücher.

Neu im Kreis der offenen Denkmäler war hingegen der Alte Friedhof am Gildkamp in Nordhorn. Mehr als zwei Jahre und 1170 ehrenamtliche Stunden hat der Förderverein auf den diesjährigen Tag des offenen Denkmals und die Eröffnung hingearbeitet. „In den letzten Jahren war der Friedhof verwildert und verwahrlost. Die ehrenamtlichen Helfer haben ihn wieder in eine Oase nahe des Stadtzentrums verwandelt“, sagte Friedrich Kethorn bei der feierlichen Eröffnung des Alten Friedhofs.

Die Stadt Nordhorn legte neue Wege an und wird diese auch in Zukunft weiter betreuen. Auch die Kosten für die Baumpflege übernimmt die Stadt. Steinmetz Thomas Lindner restaurierte viele verwitterte Grabsteine.

Nun soll der neugestaltete Friedhofspark schnell in die Nordhorner Innenstadt führen, den Schulen am Gildkamp als grünes Klassenzimmer dienen und die historischen Gräber vieler berühmter Nordhorner wieder ins Bewusstsein rücken. „Jede Funktion hat seinen Platz im Park gefunden. Die Gräber sind nun zugänglich und auch die Natur hat ihren Platz“, freute sich Bürgermeister Thomas Berling.

„1976 ist der Alte Friedhof zwar stillgelegt worden, er ist aber nie entwidmet worden. Deswegen gilt es auch die Totenruhe weiter zu schützen. An einem Parkplatz für die Innenstadt ist also gar nicht zu denken“, kommentierte Pastor Gerfried Olthuis Umbauvorschläge aus dem Nordhorner Handel in der nördlichen City. „Die Naturschutzstiftung des Kreises, die Stadt Nordhorn und die Reformierte Kirchengemeinde haben für dieses Projekt an einem Strang gezogen“, betonte Olthuis. Der Park sei nun „wachgeküsst“. Jetzt müsse dafür Sorge getragen werden, dass es auch so bleibt. Dazu sei aber auch eine weitere finanzielle Unterstützung nötig.

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