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12.03.2018, 16:42 Uhr

Geringe Beteiligung an Kirchenwahlen in der Grafschaft

36.200 Mitglieder der evangelisch-reformierten Kirche hatten am Sonntag die Möglichkeit, ihre Kirchenräte und Gemeindevertretungen in der Grafschaft Bentheim zu bestimmen. Noch nicht einmal jeder Fünfte hat davon Gebrauch gemacht.

Geringe Beteiligung an Kirchenwahlen in der Grafschaft

Jonah Schmees aus Twist findet es gut, schon mit 14 wählen zu dürfen. „Ich werde dieses Jahr konfirmiert und möchte mich in die Gemeinde einbringen.“ Foto: Hirndorf

gn Nordhorn/Meppen. Nach Auszählung von 13 der insgesamt 15 Gemeinden liegt die Wahlbeteiligung bei der Kirchenwahl bei 18,5 Prozent – 6690 Mitglieder machten mit. Das ist eine leichte Steigerung und auch besser als die Werte der gesamten reformierten Kirche, wo die Beteiligung bei 14,5 Prozent lag und damit leicht rückläufig ist. Markante Einzelergebnisse: Nordhorn 5,8 Prozent, Laar 58,7 Prozent.

Kirchenpräsident Martin Heimbucher dankte gestern allen, die sich an den Kirchenwahlen beteiligt haben, und auch denen die sich zur Wahl gestellt oder für einen ordnungsgemäßen Ablauf gesorgt haben: „Sie alle haben öffentlich gezeigt, dass Sie zu Ihrer Kirche stehen, und dass Sie bereit sind, in Ihrer Gemeinde Verantwortung zu übernehmen“, meint Heimbucher. Den Gewählten riet er, die Aufgaben auf möglichst viele Schultern zu verteilen und auch den jüngeren Nachrückern eine Chance zu geben, ihre Ideen umzusetzen. „Denen, die nicht gewählt wurden, sage ich: Bitte nehmen Sie es sportlich! Es gibt auch neben den Leitungsgremien gute andere Möglichkeiten, sich für die Gemeinde zu engagieren.“

In diesen Zeiten vielfachen Wandels hat die Kirche und hat die Gemeinde vor Ort nach Auffassung des Kirchenpräsidenten eine wichtige Aufgabe zu erfüllen: als Botschafter der Barmherzigkeit Gottes in Wort und Tat. „Wir achten auf die Nöte der Schwächeren in unserer Gesellschaft. Und wir geben ihnen ihre Würde und leihen ihnen unsere Stimme. Diese Aufgabe lohnt den Einsatz Vieler.“

Gemischte Gefühle auch bei den lutherischen Christen im Kirchenkreis Emsland-Bentheim. Superintendent Bernd Brauer lobte ebenfalls die ehrenamtlich Aktiven in den Wahlvorständen und die zahlreichen Kandidatinnen und Kandidaten für ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Aber nur 5250 Wählerinnen und Wähler haben am Sonntag von ihrem evangelischen Wahlrecht Gebrauch gemacht, um die ehrenamtlichen Leitungsgremien ihrer 27 Gemeinden neu zu besetzen. Das sind 9,29 Prozent der Wahlberechtigten in den lutherischen Gemeinden des Emslands und der Grafschaft.

Erstmalig durften Jugendliche, die das 14. Lebensjahr vollendet haben, zur Urne gehen. Nur 106 haben davon Gebrauch gemacht. „Die Jugendlichen, die kamen, kamen allerdings ganz bewusst“, sagte der lutherische Medienpastor Ulrich Hirndorf. So wie der 14-jährige Hauptkonfirmand Jonah Schmees in Twist: „Ich werde dieses Jahr konfirmiert und möchte mich in die Gemeinde einbringen. Das ist doch ein guter Start.“

224 Bewerber hatten sich zur Wahl gestellt, 151 sind gewählt worden, davon 84 Frauen und 67 Männer. Das Durchschnittsalter ist im Verhältnis zur letzten Wahl 2012 leicht gestiegen von 52 auf 54 Jahre. In den nächsten Wochen werden in den Gemeinden weitere 52 Frauen und Männer berufen.

Der jüngste Kirchenvorsteher kommt aus Emlichheim und ist 19 Jahre alt. Superintendent Dr. Bernd Brauer wertet die Steigerung durch die Briefwahl und die Zunahme in Werlte um fast acht Prozent als positiv. Die Einbeziehung der unter 16 Jährigen setze vermutlich eine aktive Kinder- und Jugendarbeit voraus. „Die Kirchengemeinden, die dort stark sind, profitieren von der Herabsetzung des Wahlalters, für die anderen senkt er die Quote.“

Weitere Informationen und detaillierte Ergebnisse sind unter https://kirchenvorstand.wir-e.de einsehbar.

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