24.09.2019, 12:41 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Für Digitalisierungsprojekte gibt das Land Fördergelder

Im Sommer 2018 hat die Landesregierung den „Masterplan Digitalisierung“ beschlossen. Von nun an sollen kleine und mittlere Unternehmen bei ihren Investitionen zur Digitalisierung von Produkten, Dienstleistungen oder Prozessen unterstützt werden.

Im Zuge der Digitalisierung wird in immer mehr Betrieben erfolgreich mit Tablets gearbeitet. Foto: Detlef W. Schmalow/BASF SE/obs

Im Zuge der Digitalisierung wird in immer mehr Betrieben erfolgreich mit Tablets gearbeitet. Foto: Detlef W. Schmalow/BASF SE/obs

Nordhorn Im Sommer 2018 hat die niedersächsische Landesregierung den „Masterplan Digitalisierung“ beschlossen. Als ein Baustein zur Umsetzung der niedersächsischen Digitalstrategie war seit Längerem eine Förderung angekündigt, die kleine und mittlere Unternehmen in Niedersachsen bei ihren Investitionen zur Digitalisierung von Produkten, Dienstleistungen oder Prozessen unterstützt.

Nun ist es soweit: Seit Anfang September können Förderanträge bei der zuständigen Investitions- und Förderbank des Landes Niedersachsen (NBank) gestellt werden. Darauf weist die Wirtschaftsförderung des Landkreises Grafschaft Bentheim hin. Ralf Hilmes, Wirtschaftsförderer beim Kreis, freut sich, dass es nun endlich losgeht: „Die Förderung ist überfällig. Die Digitalisierung schreitet mit großen Schritten voran und wartet nicht auf die Unternehmen. Jede Hilfe, die unseren vorwiegend kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Grafschaft bei der Bewältigung des digitalen Strukturwandels zugutekommt, ist willkommen.“

Der „Digitalbonus.Niedersachsen“ sieht einen nicht rückzahlbaren Zuschuss von bis zu 10.000 Euro für antragsberechtigte Unternehmen vor. Thorsten Heilker, für das Thema Digitalisierung und Prozessoptimierung zuständiger Ansprechpartner bei der Wirtschaftsförderung des Landkreises, skizziert die Fördervoraussetzungen des neuen Programms: „Die Förderung richtet sich an kleine oder mittlere Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft, der Life Sciences, aus dem Bereich eHealth oder des Handwerks sowie an kleine freiberufliche Planungsbüros mit Sitz in Niedersachsen. Gefördert werden Investitionen in die IT-Sicherheit sowie in die Einführung oder Verbesserung von Hard- und Software der Informations- und Kommunikationstechnologie, sofern ein Kaufpreis von 5000 Euro brutto überschritten wird.“

Für kleine Unternehmen werde ein Zuschuss von bis zu 50 Prozent, für mittlere Unternehmen bis zu 30 Prozent des förderfähigen Investitionsvolumens in Aussicht gestellt. Die Mindestförderung belaufe sich auf 2500 Euro. Zuwendungsfähig seien grundsätzlich alle notwendigen Ausgaben für Investitionen zur Förderung der Digitalisierung von Produkten, Dienstleistungen oder Prozessen sowie der Verbesserung der IT-Sicherheit.

Wie Heilker weiter mitteilt, soll die Förderung mit dem Digitalbonus auch selbst überwiegend digital abgewickelt werden. Die Unternehmen müssten sich zu diesem Zweck auf den Förderseiten der NBank unter www.nbank.de registrieren. „Es macht Sinn, hier frühzeitig aktiv zu werden“, so Heilker, denn die Nachfrage nach den insgesamt vom Land zur Verfügung gestellten 15 Millionen Euro für die neue Förderung werde voraussichtlich sehr groß sein. Ralf Hilmes weist darauf hin, dass die Wirtschaftsförderung des Landkreises bei der Antragstellung gerne unterstützt.

Weitere Informationen: www.nbank.de, Ansprechpartner der Wirtschaftsförderung: Thorsten Heilker, Telefon 05921 962309, E-Mail: thorsten.heilker@grafschaft.de.

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