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28.02.2018, 11:54 Uhr

Frühlingserwachen auf dem Grafschafter Arbeitsmarkt

Nach einem winterbedingten Anstieg in den vergangenen Monaten gab es im Februar weniger gemeldete Arbeitslose in der Grafschaft Bentheim als im Januar. Die Quote sank auf 3,4 Prozent, das sind 2506 Personen. Auch im Emsland gab es einen Rückgang.

Frühlingserwachen auf dem Grafschafter Arbeitsmarkt

Die Agentur für Arbeit hat ihre neuesten Zahlen vorgelegt. Symbolbild: dpa

gn Nordhorn. Erste Frühlingsvorboten beleben den Arbeitsmarkt Ems und Vechte. Die Arbeitslosenquote im Bezirk der Agentur für Arbeit Nordhorn ist im Februar um 0,2 auf 3,0 Prozent gesunken und liegt weiter deutlich unter dem Vorjahreswert von 3,8 Prozent. Mit 7485 Personen waren bei den Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit und den Jobcentern 603 Personen und damit 7,5 Prozent weniger erwerbslos gemeldet als im Januar.

„Eine sehr positive Entwicklung an Ems und Vechte zu einem frühen Zeitpunkt im Jahr: Über 600 Arbeitslose weniger als im letzten Monat und gleichzeitig über 2000 neu gemeldete Stellen stimmen uns sehr zuversichtlich. Die anziehende Konjunktur und volle Auftragsbücher vieler Betriebe haben die Personalnachfrage spürbar steigen lassen. Auch für die kommenden Monate gehen wir von einem erhöhten Kräftebedarf aus“, kommentiert Hans-Joachim Haming, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nordhorn die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. „Dennoch gelingt es längst nicht in allen Branchen die vakanten Stellen zu besetzen – hier wollen wir mit verschiedenen Aktionen gegensteuern, beispielsweise am 1. März mit einem Speed-Dating für Berufskraftfahrer“, so der Arbeitsmarktexperte.

Stellenmarkt

Im Februar zeigten Betriebe und Verwaltungen der Agentur für Arbeit Nordhorn 2047 offene Stellen an. Das sind 714 oder 53,6 Prozent mehr als im Vormonat und 550 oder 36,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Stellenzugänge kamen aus dem verarbeitenden Gewerbe, dem Baugewerbe und dem Gesundheits- und Sozialwesen. Insgesamt gab es im Februar 5875 Stellen, über deren Besetzung noch nicht endgültig entschieden war.

Entwicklung nach Rechtskreisen und Regionen

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Arbeitslosenversicherung (Sozialgesetzbuch III / Arbeitslosengeld I) und in der steuerfinanzierten Grundsicherung (Sozialgesetzbuch II / Arbeitslosengeld II) verlief im Februar im Vergleich zum Vormonat tendenziell gleich. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung nahm die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 271 oder 7,0 Prozent auf 3626 Personen ab. Bei den für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcentern ist die Arbeitslosenzahl im Februar gegenüber dem Vormonat um 332 bzw. 7,9 Prozent auf 3859 Personen gesunken.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Entwicklung in beiden Rechtskreisen ebenfalls tendenziell gleich. In der Arbeitslosenversicherung wurden 1068 Personen oder 22,8 Prozent weniger gezählt; bei den Jobcentern waren es 833 Personen und damit 17,8 Prozent weniger.

Region Grafschaft Bentheim

Auch in der Grafschaft Bentheim nahm die Gesamtarbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat ab. Hier gab es mit 2506 Arbeitslosen im Februar 128 bzw. 4,9 Prozent weniger als noch im Januar. Die Arbeitslosenquote beträgt nun 3,4 Prozent.

Arbeitslosenquote und Arbeitslosenzahl im Landkreis Grafschaft Bentheim

Region Emsland

Im Emsland waren im Februar insgesamt 4979 Personen arbeitslos gemeldet, die Arbeitslosenquote sank auf 2,8 Prozent. Verglichen mit dem Vormonat reduzierte sich die Zahl um 475 Personen.

Agenturbezirk Nordhorn

Betrachtet man den Agenturbezirk insgesamt, so hatte die Geschäftsstelle Lingen mit 2,5 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote, gefolgt von den Geschäftsstelle Meppen mit 2,6 Prozent, der Geschäftsstelle Sögel mit 2,7 Prozent, der Hauptagentur Nordhorn mit 3,4 Prozent und der Geschäftsstelle Papenburg mit 3,5 Prozent.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit konnten im Februar mehr Männer als Frauen profitieren. Mit 4062 arbeitslosen Männern waren 307 weniger im Bestand als noch im Januar. Bei den Frauen war eine Reduzierung von 296 auf insgesamt 3423 Personen zu verzeichnen. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen betrug 45,7 Prozent, der Anteil der Männer lag bei 54,3 Prozent.

Der Anteil der Jugendlichen an den Arbeitslosen betrug 11,2 Prozent. Die Arbeitslosenzahl sank um 10 auf 835 Personen. Das ist gegenüber dem Vormonat ein Minus von 1,2 Prozent.

Unterbeschäftigung

Ergänzend zur Arbeitslosenstatistik werden auch Daten zur Unterbeschäftigung veröffentlicht. Dazu zählen die gesetzlich definierten Arbeitslosen sowie Personen, die nicht als arbeitslos gelten, aber ohne Beschäftigung sind, zum Beispiel in Maßnahmen beruflicher Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten und Sonderregelungen für Arbeitslose. Die Unterbeschäftigung umfasste im Agenturbezirk nach vorläufigen Angaben im Februar 12.272 Personen.

Ausländer

Die Zahl der arbeitslosen Ausländer verringerte sich auf zuletzt 1744 Personen. Das waren 229 oder 11,6 Prozent weniger als im Vormonat und 445 Männer und Frauen oder 20,3 Prozent weniger als im Februar 2017. Zu der Gruppe der Ausländer gehören sowohl Menschen, die schon länger an Ems und Vechte leben, als auch neu hinzugekommene Flüchtlinge und Zuwanderer.

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