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29.03.2018, 11:10 Uhr

Frühjahrsaufschwung am Grafschafter Arbeitsmarkt geht weiter

Die Arbeitslosenquote in der Grafschaft Bentheim sank im März 3,3 Prozent. Damit waren 2417 Menschen ohne Erwerbsarbeit gemeldet. Im Bereich „Hartz IV“ gab es allerdings einen leichten Anstieg.

Frühjahrsaufschwung am Grafschafter Arbeitsmarkt geht weiter

Die Agentur für Arbeit hat ihre neuesten Zahlen vorgelegt. Symbolbild: dpa

gn Nordhorn. Der Arbeitsmarkt Ems und Vechte hat im vergangenen Monat einen positiven Trend eingeschlagen. Die Arbeitslosenquote im Bezirk der Agentur für Arbeit Nordhorn ist im März um 0,3 auf 2,7 Prozent gesunken und liegt weiter deutlich unter dem Vorjahreswert von 3,5 Prozent. Mit 6971 Personen waren bei den Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit und den Jobcentern 514 Personen beziehungsweise 6,9 Prozent weniger erwerbslos gemeldet als im Februar.

„Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen ist nach dem Ende des Winters wieder angesprungen. Der saisontypische Frühjahrsaufschwung und die Wiedereinstellungen im Bau -und verarbeitenden Gewerbe lassen die Arbeitslosenzahlen wieder spürbar sinken“, kommentiert Hans-Joachim Haming, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nordhorn die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. „In immer mehr Branchen ist es schwierig, die vakanten Stellen adäquat zu besetzen. Im Hotel und Gastgewerbe zum Beispiel sind aktuell über 160 Stellen im Agenturbezirk nicht besetzt. Um dies zu ändern, informieren wir am 11. April mit einer Infobörse über die guten Berufschancen in dieser Branche. In den nächsten Monaten werden wir immer wieder mit Schwerpunkt-Veranstaltungen über verschiedene Branchen informieren“, kündigt der Arbeitsmarktexperte an.

Stellenmarkt

Im März zeigten Betriebe und Verwaltungen der Agentur für Arbeit Nordhorn 1708 offene Stellen an. Das sind 339 oder 16,6 Prozent weniger als im Vormonat, aber 226 oder 15,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Stellenzugänge kamen aus dem Baugewerbe, dem verarbeitenden Gewerbe und dem Handel. Insgesamt gab es im März 6047 Stellen, über deren Besetzung noch nicht endgültig entschieden war.

Entwicklung nach Rechtskreisen und Regionen

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Arbeitslosenversicherung (Sozialgesetzbuch III / Arbeitslosengeld I) und in der steuerfinanzierten Grundsicherung (Sozialgesetzbuch II / Arbeitslosengeld II) verlief im März im Vergleich zum Vormonat unterschiedlich. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung nahm die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 555 oder 15,3 Prozent auf 3071 Personen ab. Bei den für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcentern ist die Arbeitslosenzahl im März gegenüber dem Vormonat um 41 beziehungsweise 1,1 Prozent auf 3900 Personen gestiegen.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Entwicklung in beiden Rechtskreisen tendenziell gleich. In der Arbeitslosenversicherung wurden 1023 Personen oder 25,0 Prozent weniger gezählt; bei den Jobcentern waren es 834 Personen beziehungsweise 17,6 Prozent weniger.

Region Grafschaft Bentheim

Auch in der Grafschaft Bentheim nahm die Gesamtarbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat ab. Hier gab es mit 2417 Arbeitslosen im März 89 beziehungsweise 3,6 Prozent weniger als noch im Februar. Die Arbeitslosenquote beträgt nun 3,3 Prozent.

Arbeitslosenquote und Arbeitslosenzahl im Landkreis Grafschaft Bentheim

Region Emsland

Im Emsland waren im März insgesamt 4554 Personen arbeitslos gemeldet, die Arbeitslosenquote sank auf 2,5 Prozent. Verglichen mit dem Vormonat reduzierte sich die Zahl um 425 Personen.

Agenturbezirk Nordhorn

Betrachtet man den Agenturbezirk insgesamt, so hatte die Geschäftsstelle Meppen mit 2,2 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote, gefolgt von der Geschäftsstelle Lingen mit 2,4 Prozent, der Geschäftsstelle Sögel mit 2,5 Prozent, der Geschäftsstelle Papenburg mit 3,2 Prozent und der Hauptagentur Nordhorn mit 3,3 Prozent. Erstmals in diesem Jahr ist die Arbeitslosenquote der Hauptagentur Nordhorn die höchste unter den fünf Geschäftsstellen des Agenturbezirkes, ursächlich dafür ist ein höherer Anteil von Arbeitslosen aus dem Rechtskreis SGB II (Hartz IV).

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit konnten im März saisonbedingt mehr Männer als Frauen profitieren. Mit 3800 arbeitslosen Männern waren 262 weniger im Bestand als noch im Februar. Bei den Frauen war eine Reduzierung von 252 auf insgesamt 3171 Personen zu verzeichnen. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen betrug 45,5 Prozent, der Anteil der Männer lag bei 54,5 Prozent. Der Anteil der Jugendlichen an den Arbeitslosen betrug 10,6 Prozent. Die Arbeitslosenzahl sank um 97 auf 738 Personen. Das ist gegenüber dem Vormonat ein Minus von 11,6 Prozent.

Unterbeschäftigung

Ergänzend zur Arbeitslosenstatistik werden auch Daten zur Unterbeschäftigung veröffentlicht.

Dazu zählen die gesetzlich definierten Arbeitslosen sowie Personen, die nicht als arbeitslos gelten, aber ohne Beschäftigung sind, zum Beispiel in Maßnahmen beruflicher Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten und Sonderregelungen für Arbeitslose. Die Unterbeschäftigung umfasste im Agenturbezirk nach vorläufigen Angaben im März 11.856 Personen.

Ausländer

Die Zahl der arbeitslosen Ausländer verringerte sich auf zuletzt 1650 Personen. Das waren 94 oder 5,4 Prozent weniger als im Vormonat und 520 Männer und Frauen oder 24,0 Prozent weniger als im März 2017. Zu der Gruppe der Ausländer gehören sowohl Menschen, die schon länger an Ems und Vechte leben, als auch neu hinzugekommene Flüchtlinge und Zuwanderer.

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