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20.04.2018, 14:52 Uhr

Erstes „Frauenmahl“ in der Grafschaft mit 90 Teilnehmerinnen

Zum ersten „Frauenmahl“ in der Grafschaft hatte die Frauenarbeitsgemeinschaft der reformierten Kirche, Synodalverband Grafschaft Bentheim, eingeladen. 90 Frauen erlebten mit Tischreden einen stimmungsvollen Abend zum Thema Mut im Kloster Frenswegen.

Erstes „Frauenmahl“ in der Grafschaft mit 90 Teilnehmerinnen

Die Teilnehmerinnen am festlich gedeckten Tisch.Foto: privat

gn Nordhorn. Zum ersten „Frauenmahl“ in der Grafschaft hatte die Frauenarbeitsgemeinschaft der reformierten Kirche, Synodalverband Grafschaft Bentheim, eingeladen. 90 Frauen erlebten einen stimmungsvollen Abend im Kloster Frenswegen. Das Motto war „Eindrückliches und Ausdrückliches zum Thema Mut“. Die Idee des „Frauenmahls“ entstand als Beitrag zum Reformationsjubiläum. Das Format der Tischrede lehnt sich an die Praxis im Hause Martin Luther an, wo mit Gästen und Studenten bei Tisch über Themen aus Theologie und Alltag diskutiert wurde.

Heute wird das „Frauenmahl“ bereits seit zehn Jahren an verschiedenen Orten erfolgreich durchgeführt. Die Frauenarbeitsgemeinschaft der Grafschaft habe nun den ersten Schritt getan, diese Innovation auch in die reformierte Kirche zu holen und sie regional anzubieten, sagte Frauenpastorin Gretchen Ihmels-Albe. In ihrer Tischrede erzählte sie von ihrem kindlichen Traum, Pastorin zu werden. Dass das überhaupt möglich war, haben mutige Frauen vor ihr erstritten. Erst 1970 habe es die erste Ordination einer Frau in der reformierten Kirche gegeben.

Heike Koschnicke aus Veldhausen erzählte in ihrer Tischrede Märchen. Denn: Märchen können auch Mut machen. Daniela Kösters, Samtgemeindebürgermeisterin aus Emlichheim, erzählte von ihren Anstrengungen und ihrem Mut, den sie anfangs brauchte, um sich in der politischen Männerwelt zu behaupten. Irene Girsang, eine gebürtige Indonesierin, die bei der Vereinigten Evangelischen Mission tätig ist, erzählte von ihrer Kindheit in einer patriarchalischen Familie. Heute arbeitet sie in Frauenprojekten in Afrika und Indonesien. Ihr Credo: Aus Wut wird Mut, wenn Frauen „Nein“ sagen und über ihr Schicksal reden.

Moderiert wurde der Abend von Gisela Kalverkamp und Alexa Balderhaar. Musikalisch umrahmten Bodo Wolff (Gitarre) und Sängerin Merel van Eldikden das Mahl in der Aula. „Ein Abend für Herz, Seele und Gaumen“, resümierten zum Schluss die Teilnehmerinnen, der den Wunsch nach weiteren „Frauenmahlen“ weckte.

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