04.09.2020, 15:32 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

Eissporthalle: Jugendparteien werben zusammen für Ja-Stimmen

Jungpolitiker aus vier Parteien rufen gemeinsam zur Wahl zur Rettung der Eissporthalle auf. Foto: J. Lüken

Jungpolitiker aus vier Parteien rufen gemeinsam zur Wahl zur Rettung der Eissporthalle auf. Foto: J. Lüken

Grafschaft Die Arbeitsgemeinschaft der Jungsozialisten in der Grafschafter SPD (Jusos), die Schüler Union (SU) Grafschaft Bentheim, der Kreisverband der Jungen Liberalen (Julis) Ems-Vechte und die Junge Union (JU) Nordhorn rufen gemeinsam dazu auf, dass die Bürger am 27. September oder an einem späteren Datum für den Erhalt der Eissporthalle stimmen. In einer gemeinsamen Pressemitteilung erklären die Jugendparteien, „dass eine sanierte Eissporthalle in der Kreisstadt Nordhorn im Interesse der jungen Generation ist“.

„Für uns als Junge Union ist es wichtig, dass der Wähler sich über die Chancen einer Eissporthalle Gedanken macht. Neben dem Alleinstellungsmerkmal für unsere Region bietet eine sanierte Eissporthalle der Grafschaft Bentheim die Chance auf Tourismus und Marketing, auch über die Grenzen des Kreisgebiets hinaus“, so der Vorsitzende der JU Nordhorn, Kevin Döhe.

Steffen Müller ergänzt für die Jusos, dass man auch den sozialen Faktor von Sporteinrichtungen nicht vergessen dürfe. „Diese Halle bietet jungen Menschen eine Heimat. Die Jugendstudie des Landkreises hat doch gezeigt, dass sich junge Menschen mehr Räume in unserer Region wünschen. Wir haben kein Verständnis dafür, dass so einer nun genommen wird. Für uns Jusos ist die Gleichberechtigung von Sportarten zudem eine essenzielle Forderung“, so Müller weiter.

Die SU betont in diesem Zusammenhang die positive Eigenschaft der Halle für den (Schul-)Sport. „Genauso wie wir von den Schülern zu Recht erwarten, dass sie schwimmen lernen, können wir auch erwarten, dass man zumindest lernt, sich auf Schlittschuhen zu halten. Tausende Schüler haben in den letzten Jahren die Eissporthalle besucht und die Chance genutzt, etwas Neues zu lernen und neue Hobbys zu entdecken. Wir als SU wollen auch weiterhin Schülern den Eissport ermöglichen“, so SU-Vorsitzender Miguel Palstring.

Für die Julis ist es wichtig, zu betonen, dass eine sanierte Halle ganz andere Möglichkeiten habe. „In einer sanierten Halle können wir 365 Tage im Jahr Veranstaltungen anbieten. Man wird also automatisch mehr Besucher haben und die Halle kann wirtschaftlicher laufen. Hätte der Landkreis sein Eigentum vorher besser gepflegt, hätte man nun nicht diesen hohen Schaden“, so Jonas Golkowski, Vorsitzender der Julis.

Müller, Döhe, Palstring und Golkowski betonen, dass man sich in einer sanierten Halle einen privaten Betreiber und Klimaneutralität wünsche.„Die Grünen haben sich wohl nicht mit dem Thema beschäftigt. Wenn man Solarenergie nutzt und die Halle vernünftig isoliert, sehen wir ganzjährlich eine CO2-Neutralität. Für Klimaschutz und für Eissport zu sein, schließt sich also nicht aus“, sind sich die vier Vorsitzenden einig. Alle Organisationen zeigen sich darüber hinaus von den „taktischen Spielchen der Politik um die Halle“ enttäuscht. „Hier hat nicht so sehr das Parteibuch eine Rolle gespielt, sondern die Frage, wo man wohnt. Mit so einem Kirchturmdenken besteht man auf Dauer nicht den Wettbewerb mit anderen Regionen“, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Nachwuchsparteien unterstützen die Bürgerinitiative (BI) bei ihrem Wunsch, die Wahl zu verschieben. „Wenn eine Chancengleichheit nicht besteht und die Coronazahlen besorgniserregend steigen, muss man eine Verschiebung ins nächste Jahr durchführen. Für uns ist die BI hier rechtlich und moralisch auf der richtigen Seite“, betonen die Vorsitzenden.

Abschließend fordern die vier Vereinigungen vor allem die junge Generation dazu auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und für die Eissporthalle zu stimmen, denn: „Am Brexit sieht man, dass Projekte scheitern, wenn die junge Generation nicht aufsteht.“

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