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30.07.2020, 10:42 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

De Ridder: „Brauchen Lösungen für die Schaustellerbranche“

Keine Kirmes, kein Jahrmarkt, kein Volksfest: Noch ist ungewiss, wie es für die regionalen Schaustellerbetriebe weitergeht. Archivfoto: J. Lüken

Keine Kirmes, kein Jahrmarkt, kein Volksfest: Noch ist ungewiss, wie es für die regionalen Schaustellerbetriebe weitergeht. Archivfoto: J. Lüken

Berlin/Nordhorn Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder traf sich kürzlich mit Vertretern des Schaustellerverbandes Nordhorn und kam mit dessen Vorsitzenden, Werner Wegener, und seinem Stellvertreter, Alois Braun, ins Gespräch. Dabei standen insbesondere die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie für die Schaustellerbranche im Fokus. De Ridder betont, dass sie und ihre Partei auf Landes- und Bundesebene sich dafür einsetzen, dass die regionalen Schausteller bald wieder auf Volksfesten arbeiten dürfen. „Wir brauchen eine ausgewogene Balance zwischen Schutz und Kontakt, um der sozialen Isolation entgegenzutreten. Allerdings ist, trotz aller Lockerungen, die Pandemie noch keineswegs vorüber. Wenn wir also Lösungen für die Schaustellerbranche finden, müssen wir dabei allzu große menschliche Nähe vermeiden helfen“, betont Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Großveranstaltungen wie die Frühjahrskirmes, Jahrmärkte und Volksfeste wurden beinahe für das gesamte Jahr abgesagt. „Diese Ausfälle führen bei den Schaustellern zu Existenzgefährdung“, weiß Alois Braun zu berichten. Werner Wegener, Vorsitzender der Schausteller in Nordhorn, nimmt die Problemlagen des Schaustellerverbandes in Niedersachsen mit zunehmender Sorge wahr. „Nicht selten sind die Mitarbeiter der Schaustellerbetriebe verzweifelt, da ein Ende der Maßnahmen noch nicht absehbar ist“, so Wegener. Bei einer Demonstration in Berlin vor dem Brandenburger Tor hatten die Schaustellerbetriebe in der letzten Plenarwoche vor der Sommerpause auf ihre Lage aufmerksam gemacht, die SPD-Bundestagsabgeordnete dazu eingeladen und um Unterstützung gebeten. Der Appell blieb nicht ungehört und so löste De Ridder im Gespräch mit den beiden Schaustellern ihr Versprechen ein, sich ihrer Anliegen anzunehmen.

Gefragt sind Planungssicherheit und Konzept

„In den vergangenen Wochen habe ich zahlreiche Schreiben von Schaustellerverbänden, aber auch von anderen Kultureinrichtungen erhalten, in denen sie mir eindrucksvoll schildern, wie sehr sie unter den Einschränkungen der Veranstaltungen und der sozialen Kontakte leiden. Daher ist es wichtig, dass wir nun Perspektiven für die Schausteller und ihre Familien aufzeigen: Wie kann die kommende Herbst-Kirmes, wie können Volksfeste unter Einhaltung des Infektionsschutzes zukünftig stattfinden? Schließlich wollen ja auch Jung und Alt auch wieder ihrem Freizeitvergnügen nachgehen. Jahrmärkte, Volksfeste und auch Weihnachtsmärkte gehören einfach zu unserer Erlebniskultur dazu“, ist De Ridder überzeugt. Daher gelte es nun auch, ein Konzept für die Zeit nach der Sommerpause zu erarbeiten. „Dabei müssen vor allem Entscheidungen auf landes- und kommunalpolitischer Ebene gefällt werden. Die Balance dabei zu finden, ist jedoch keineswegs einfach. Die Schaustellerbetriebe müssen schon aus Existenzsicherungsgründen befähigt werden, ihr Gewerbe betreiben zu können. Andererseits müssen wir alles unterlassen, was zu einer zweiten Krankheitswelle führen könnte“, so die SPD-Bundestagsabgeordnete. De Ridder nahm die Sorgen der Schausteller zum Anlass, den Kontakt mit der Fraktionsvorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion, Hanne Modder, zu suchen, um auf die schwierige Lage der Schaustellerbetriebe aufmerksam zu machen und darauf hinwirken, dass es für sie mehr Planungssicherheit gibt.

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