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03.04.2020, 11:16 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

BUND: Regionale Strukturen im Einzelhandel stärken

Der Naturschutzverband BUND fordert dazu auf, vor dem Hintergrund der Corona-Krise lokal einzukaufen. „Das hilft Kleinunternehmen und Umwelt“, so Walter Oppel vom BUND.

Ein eher ungewohnter Blick in die Innenstadt aus einer anderen Zeit. Foto: Konjer

Ein eher ungewohnter Blick in die Innenstadt aus einer anderen Zeit. Foto: Konjer

Schüttorf Die nächsten Wochen und Monate können entscheidend dafür sein, wie Orte und vor allem Innenstädte zukünftig aussehen werden. Denn neben den gesundheitlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie werden auch wirtschaftliche Veränderungen zu sehen sein. Vor allem kleine Läden und die Gastronomie vor Ort leiden unter den Auswirkungen der Corona-Krise, während große Online-Händler und europaweit agierende Lieferplattformen steigende Umsätze verzeichnen. Dazu schreibt die Kreisgruppe des BUND: „Der BUND ruft alle Menschen dazu auf, durch ihr Einkaufsverhalten die regionalen Strukturen zu stärken. Lokal einkaufen hilft den Kleinunternehmen, sichert Arbeitsplätze vor Ort und vermeidet Verkehr. Jeder Einkauf ist dabei auch ein Zeichen der Solidarität mit dem Einzelhandel, der Gastronomie oder dem Marktstand auf dem Wochenmarkt, wo er erlaubt ist.

Auch viele kleinere Läden, die bislang nicht über ein Onlineangebot verfügten, haben jetzt neue Angebote. Es lohnt sich also danach zu suchen, bevor direkt bei den bekannten Online-Konzernen bestellt wird. Und auch bei Essensbestellungen sollte geschaut werden, ob das Restaurant um die Ecke nicht auch selbst liefert.“ So könnte der Zwischenschritt der Lieferplattform gespart werden und es bliebe mehr Geld beim Gastronomiebetrieb. Eine weitere Möglichkeit, die Gewerbetreibenden in der aktuellen Situation zu unterstützen,sei der Kauf von Gutscheinen, die dann später eingelöst würden.

In der Mitteilung der Kreisgruppe heisst es weiter: „Wir haben es bei jedem Einkauf selbst in der Hand, wo und wie wir unser Geld ausgeben und das übrigens unabhängig von Corona. Wer lebenswerte Städte und Ortskerne erhalten will, muss die Geschäftstreibenden vor Ort unterstützen. Nur so können eine Verödung verhindert und die Nahversorgung dauerhaft gesichert werden. Eine Stadt der kurzen Wege, in der man gut ohne eigenes Auto leben kann, braucht eine gute Nahversorgung. Gleichzeitig können kleinere Geschäfte leichter lokale Anbieter bei ihrer Produktauswahl berücksichtigen. Alles Bausteine. um lokale Strukturen zu stärken, ökologischeres Handeln zu unterstützen und Verkehr und damit Lärm und Abgase zu vermeiden.“ Und an die Einzelhändler und Gastronomen vor Ort appelliert der BUND: „Bitte liefern sie wo immer möglich mit dem Fahrrad aus, bündeln sie ihre Lieferungen und verzichten sie weitgehend auf Umverpackungen aus Kunststoff. So kann ihre Lieferung noch nachhaltiger werden.“

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