08.05.2020, 11:02 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

Bentheimer Eisenbahn: Schüler zurück in Bus und Bahn

Am 27. April hat die Bentheimer Eisenbahn die Schülerbeförderung wieder aufgenommen. Immer mehr Schüler kehren in ihre Klassenzimmer zurück und in den öffentlichen Verkehrsmitteln wird es enger. Wie lässt sich das mit dem Infektionsschutz vereinbaren?

Für immer mehr Schüler geht es wieder mit öffentlichen Verkehrsmitteln in den Präsenzunterricht.Foto: Westdörp

Für immer mehr Schüler geht es wieder mit öffentlichen Verkehrsmitteln in den Präsenzunterricht.Foto: Westdörp

Nordhorn „Die Wiederaufnahme der Schule und der damit einhergehenden Schülerbeförderung ist in der Grafschaft Bentheim gut gelungen. Das Tragen der Mund-Nase-Bedeckung und das Einhalten des Abstandes wird von den Fahrgästen und Schülern gut eingehalten, eine gegenseitige Rücksichtnahme ist deutlich spürbar“, sagt Joachim Berends, Vorsitzender der Verkehrsgemeinschaft Grafschaft Bentheim (VGB) und Vorstand der Bentheimer Eisenbahn AG.

Mindestabstand nicht einzuhalten

Nachdem die Abschlussklassen bereits wieder in die Klassenräume zurückgekehrt sind, beginnt auch für die Schüler weiterer Jahrgänge am kommenden Montag wieder der Präsenzunterricht. „Mit der zeitlichen Staffelung der Wiederaufnahme des Unterrichts bis zum Sommer sowie dem Präsenzunterricht in geteilten Klein-Lerngruppen im Wechsel wurden gute Voraussetzungen geschaffen, um die Schülerströme zu entzerren und die Auslastung der Busse zu reduzieren. Dennoch wird es nun enger werden in den Bussen und Bahnen der Schülerbeförderung“, so Berends. Aufgrund der Platzverhältnisse in Bus und Bahn ist es absehbar, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern in der Praxis nicht immer eingehalten werden kann. Deshalb ist der Mindestabstand in Zügen, Bussen und Taxis auch in der Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen nur soweit möglich vorgeschrieben. „Aufgrund der begrenzten Beförderungskapazitäten werden in Zukunft Unterschreitungen des Mindestabstandes von 1,5 Metern nicht zu vermeiden sein, darum ist eine Mund-Nase-Bedeckung, und Rücksichtnahme auf die Mitmenschen in den Fahrzeugen wichtig,“ erklärt Berends.

Appell an die Eltern

Aus diesem Grund richtet Erster Kreisrat Dr. Michael Kiehl eine dringende Bitte an alle Eltern: „Weisen Sie Ihre Kinder auf die Abstandswahrung sowie die Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung hin, sorgen Sie für die Mitnahme eines Textilschutzes und halten Sie sie zur gegenseitigen Rücksichtnahme an. Um die Auslastung der Busse zu verringern, können die Schüler selbst ihren Beitrag leisten. Jeder, der freiwillig zu Fuß oder mit dem Rad kommt, schützt nicht nur sich selbst vor einer Infektion, sondern hilft auch denen, die auf eine Beförderung mit dem Bus angewiesen sind.“ Laut Berends wird die Bentheimer Eisenbahn in enger Abstimmung mit dem Landkreis Grafschaft Bentheim als Träger der Schülerbeförderung und der Landesnahverkehrsgesellschaft als Träger des Schienenpersonennahverkehrs die Zahlen beobachten und das Angebot im Rahmen der zur Verfügung stehenden Personal- und Fahrzeugkapazitäten bei Bus und Bahn bedarfsgerecht anpassen. Die Regionalbahn RB56 verkehrt von Montag bis Sonntag regulär nach Fahrplan. „Der Landkreis Grafschaft Bentheim und die Bentheimer Eisenbahn AG schließen sich den ausdrücklichen Hinweisen der zuständigen niedersächsischen Minister Dr. Bernd Althusmann und Kultusminister Grant Hendrik Tonne an“, bekräftigt Berends.

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