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20.08.2019, 17:54 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Bauhauptgewerbe sucht weiter Auszubildende

Im Landkreis Grafschaft Bentheim haben Schulabgänger weiterhin gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz im Bauhauptgewerbe. Aktuell gibt es bei Baufirmen noch 37 freie Plätze. Darauf weist die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt hin.

Hoch hinaus: Per Fortbildung können es Azubis in der Baubranche bis zum Polier oder Bauleiter bringen. Foto: IG BAU

Hoch hinaus: Per Fortbildung können es Azubis in der Baubranche bis zum Polier oder Bauleiter bringen. Foto: IG BAU

Nordhorn Nach Angaben der Arbeitsagentur sind in ganz Niedersachsen noch rund 1400 Ausbildungsstellen in der Branche zu vergeben. „Eine Ausbildung zum Maurer, Zimmerer oder Straßenbauer ist nicht nur gut bezahlt, sondern bietet auch solide Job-Perspektiven. Gebaut wird immer“, sagt Herbert Hilberink. Der stellvertretende Bezirksvorsitzende der IG BAU Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim geht mit Blick auf fehlenden Wohnraum in den Großstädten und den Mangel an Sozialwohnungen davon aus, dass Facharbeiter auch in den nächsten Jahren „händeringend“ gebraucht werden. „Allein mit Hilfskräften zieht man kein Haus hoch“, so Hilberink. Auch bei der Sanierung von Straßen, Schienen und Gebäuden bleibe der Bedarf an Spezialisten hoch.

Die Gewerkschaft rät dazu, sich nach einem Ausbildungsplatz in einem tariftreuen Innungsbetrieb umzusehen. Dort stehen Bau-Azubis im Branchenvergleich in puncto Bezahlung an der Spitze, wie eine Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigt. Ein angehender Maurer kommt demnach im ersten Ausbildungsjahr auf 850 Euro pro Monat. Im zweiten Jahr liegen die Vergütungen bei 1200 Euro, im dritten sind es 1475 Euro. Nach der Lehre können sich Gesellen fortbilden und es bis zum Polier oder Bauleiter bringen.

„Die Branche bietet dabei auch große Chancen für Geflüchtete. Vom gemeinsamen Berufsschulweg übers Betonieren bis zur Mittagspause – Integration gelingt vor allem im Job“, sagt Hilberink. Nach Angaben der Sozialkassen der Bauwirtschaft (SOKA-BAU) arbeitet bundesweit jeder fünfte Auszubildende aus einem Flüchtlingsherkunftsland im Baugewerbe.

Weitere Informationen zur Ausbildung auf dem Bau gibt es im Internet bei der Arbeitsagentur und bei der Jobbörse der SOKA-BAU
unter der Adresse:
www.bau-stellen.de.

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