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22.05.2020, 10:37 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Grafschafter Aktionsbündnis fordert intakte Ökosysteme

Das Grafschafter Aktionsbündnis zum Volksbegehren Artenvielfalt fordert zum internationalen Tag der Erhaltung der Artenvielfalt intakte Ökosysteme auch vor Ort.

Hummeln gehören zu den Insekten, die regional verbreitet sind. Foto: Wilfried Jürgens

Hummeln gehören zu den Insekten, die regional verbreitet sind. Foto: Wilfried Jürgens

Nordhorn Zum Internationalen Tag der Erhaltung der Artenvielfalt am 22. Mai erinnern Gerd Busmann, Vorsitzender des NABU-Kreisverbands, Walter Oppel, Vorsitzender der Kreisgruppe des BUND, und die beiden Kreisvorsitzenden von B90/Die Grünen, Friedhild Füser und Everhard Hüseman, an den Wert einer intakten Natur und fordern ein Umdenken vor allem in der Landbewirtschaftung, beim Flächenverbrauch sowie bei der Erschließung neuer Bau- und Gewerbegebiete. Sie sprechen für das regionale Aktionsbündnis zum Volksbegehren Artenvielfalt, in dem sich eine Vielzahl an Organisationen und Initiativen zusammengeschlossen hat, um sich gemeinsam für den Erhalt der Artenvielfalt einzusetzen.

Die Natur in Deutschland und auch in der Grafschaft sei in keinem guten Zustand. Das war kürzlich wieder nachzulesen im „Bericht zur Lage der Natur“, den Bundesumweltministerin Svenja Schulze und die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Beate Jessel, vorgestellt haben. Vor allem die Landwirtschaft mit ihrem zunehmenden Anteil an Monokulturen und hohem Pestizideinsatz sei verantwortlich für den immer weiter schwindenden Lebensraum für Insekten und Vögel. Schmetterlinge, Bienen, Käfer und andere Insektenarten und Vögel wie Kiebitz und Rebhuhn sind auf blütenreiche Wiesen und Weiden angewiesen – die es mit der intensiven Landwirtschaft immer seltener gebe, heißt es in dem Bericht.

„Wir müssen aber nicht tatenlos zusehen. Das Volksbegehren Artenvielfalt.Jetzt! will Tier- und Pflanzenarten in Niedersachsen besser schützen und hat dazu ein Gesetz vorgelegt für mehr Natur- und Artenschutz. Denn nur mit gesetzlichen Regelungen wird sich auch etwas ändern. Ab Anfang Juni geht es los, dann werden wir auch hier vor Ort Unterschriften sammeln“, sagen Busmann, Oppel, Füser und Hüseman. Besonders wichtig sei ein Umdenken bei der Produktion der Nahrungsmittel – weg von der industriellen Großproduktion hin zu mehr Ökolandbau. „Vielfalt in der Landschaft mit mehr Hecken, Blühflächen und Feldgehölzen sowie breitere Gewässerrandstreifen, auf denen nicht gedüngt oder gespritzt werden darf, sind für die Erhaltung vieler Arten dringend notwendig“, sagen die Naturschützer Oppel und Busmann. „Es gilt, nachhaltiges Bewirtschaften zu fördern, Umweltmaßnahmen in der Landwirtschaft müssen belohnt und bei Nutzungseinschränkungen auch finanziell entschädigt werden“, betonen die beiden Grünen. Ein wichtiger Baustein sei hier die auch von der Umweltministerin genannte EU-Agrarförderung, die gerade neu verhandelt wird. „Hier muss die Politik jetzt die Weichen richtig stellen – für mehr Natur- und Artenschutz“, unterstreicht Füser.

Der kleine Fuchs liebt blühende Wiesen. Foto: Gerhard Butke

Der kleine Fuchs liebt blühende Wiesen. Foto: Gerhard Butke

Die Lebensräume für das Rebhuhn werden knapper. Foto: Armin Siemering

Die Lebensräume für das Rebhuhn werden knapper. Foto: Armin Siemering

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