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09.03.2018, 11:26 Uhr

Amprion lässt Hubschrauber mögliche Stromtrassen abfliegen

Der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Amprion beginnt am Sonnabend damit, mögliche Korridore für die Gleichstromverbindung A-Nord mit einem Hubschrauber abzufliegen. Die Trassen führen auch durch Teile der Grafschaft.

Amprion lässt Hubschrauber mögliche Stromtrassen abfliegen

Ein Hubschrauber der Hansa Luftbild AG wird in den nächsten Tagen auch über Teilen der Grafschaft unterwegs sein. Foto: Amprion

gn Dortmund/Nordhorn. Die Flüge ermöglicht es dem Unternehmen, genaue Luftbilder und ein 3D-Höhenmodell von den in Frage kommenden Korridoren zu erstellen. „Die Maßnahme, die ein weiterer wichtiger Schritt bei der Suche nach der bestmöglichen Trasse ist, übernimmt die Hansa Luftbild AG aus Münster“, teilte Amprion am Freitag mit. „Sie setzt dafür einen Hubschrauber ein, der an mindestens 24 Flugtagen im gesamten Projektgebiet in der Luft sein wird.“

Die Befliegung startet laut Amprion zunächst im niedersächsischen Teil des Untersuchungsraums – wenn es das Wetter zulässt. Bei Regen, Nebel, Schnee oder tiefhängenden Wolken bleibt der Hubschrauber am Boden. Eine Flughöhe von 350 Metern sei erforderlich, um aussagekräftige Bilder und Daten zu erstellen, so Amprion. Beflogen werden der Vorzugskorridor und die in Fragen kommenden Alternativen, die Amprion der Bundesnetzagentur (BNetzA) zur weiteren Untersuchung vorschlägt. Die BNetzA ist die Genehmigungsbehörde für die Gleichstromverbindung A-Nord.

Amprion lässt Hubschrauber mögliche Stromtrassen abfliegen

Die breite gefüllte Linie kennzeichnet den Trassenkorridorvorschlag, der durch die Grafschaft führt. Karte: Amprion

Maßnahme dauert vier bis sechs Wochen

Für die Korridorvarianten in Niedersachsen hat die Hansa Luftbild mindestens zehn Flugtage vorgesehen. Nach und nach werden bis zu 50 Kilometer lange Abschnitte vier Mal abgeflogen, damit die Bilder auf 1000 Meter Breite entstehen. Dieses Breitenmaß entspricht dem der Trassenkorridore, die Amprion in dem ersten Schritt des Genehmigungsverfahrens untersuchen muss.

Drei Stunden, jeweils am Vormittag und am Nachmittag, wird der Hubschrauber bei geeignetem Wetter pro Flugtag in der Luft sein. Amprion schätzt, dass die Befliegung nach vier bis sechs Wochen abgeschlossen ist.

Die Gleichstromverbindung A-Nord soll ab dem Jahr 2025 die größtenteils auf See erzeugte Windenergie in den Westen und Süden Deutschlands transportieren. Über die Leitung können zwei Gigawatt Leistung übertragen werden – das entspricht dem doppelten Bedarf einer Großstadt wie Köln.

Weitere Informationen zum Projekt und die Karten zu den Trassenkorridoren finden gibt es unter www.a-nord.net.

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