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03.08.2018, 11:49 Uhr

AfD-Kreisverband distanziert sich von Zitat zu Stauffenberg

Der Vorstand des AfD Kreisverbands Ems-Vechte hat sich „in aller Deutlichkeit“ von den Äußerungen des Vorsitzenden der „Jungen Alternative Niedersachsen“, Lars Steinke, über Claus Schenk Graf von Stauffenberg distanziert.

AfD-Kreisverband distanziert sich von Zitat zu Stauffenberg

Der deutsche Offizier und spätere Widerstandskämpfer Claus Graf Schenk von Stauffenberg. Foto: Archiv/dpa

Nordhorn Der niedersächsische Landeschef der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative (JA) hat Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg als „Verräter“ und „Feigling“ bezeichnet und ist damit parteiintern auf harsche Kritik gestoßen – auch in der Grafschaft Bentheim und im Emsland. Ein Kreisparteitag des Kreisverbands Ems-Vechte am Donnerstag sei der „einvernehmlichen Meinung“ gewesen, dass eine öffentliche Distanzierung erfolgen müsse, teilte die Partei am Freitag mit.

„Der Vorstand des AfD Kreisverbands Ems-Vechte distanziert sich hiermit in aller Deutlichkeit von den Äußerungen des Vorsitzenden der ‚Jungen Alternative Niedersachsen‘, Lars Steinke, über Claus Schenk Graf von Stauffenberg und schließt sich der Erklärung des Landesvorstandes der AfD-Niedersachsen an“, heißt es in der Pressemitteilung von Freitag, die der AfD-Kreisvorsitzende Ansgar Schledde aus Schüttorf unterzeichnet hat. „Mit größtem Befremden“ hatte zuvor der Landesvorstand der AfD-Niedersachsen die Facebook-Veröffentlichung Steinkes zum Thema Widerstand gegen Hitler durch Claus Schenk Graf von Stauffenberg zur Kenntnis genommen. Darin bezeichnete Steinke Graf von Stauffenberg als Verräter am deutschen Volk, er sei mit seinem Attentatsversuch der kämpfenden Truppe in den Rücken gefallen, er sei ein Feind des deutschen Volkes gewesen.

„Der Landesvorstand stellt hierzu klar, dass diese Meinung in all ihrer Absurdität weder die Meinung des Landesvorstandes der AfD-Niedersachsen widerspiegelt, noch die der AfD insgesamt“, steht in der Erklärung, der sich die AfD in Grafschaft und Emsland nun ausdrücklich angeschlossen hat. Weiter heißt es darin wörtlich: „Claus Schenk Graf von Stauffenberg versuchte, mittels seines Attentates einen wahnsinnigen Krieg zu beenden, in dem er den Verführer des deutschen Volkes und maßgeblichen Anstifter des europäischen Teils des 2. Weltkrieges umzubringen gedachte. Er und seine Mitverschwörer versuchten, unsägliches Leid zu beenden, ohne Rücksicht auf das eigene Leben, selbst ohne Rücksicht auf das Wohl der eigenen Familien. Von Stauffenberg steht mit seinem Namen für sich und viele andere Offiziere und Zivilisten, die sich nicht mit dem Eid auf Hitler herausredeten. Sie stehen für die richtige Seite der deutschen Geschichte. Claus Schenk Graf von Stauffenberg war kein Feigling und kein Verräter. Er war ganz unstreitig ein konservativer und ein deutscher Held, ein Vorbild im Kampf gegen diktatorischen Mainstream und Angepasstheit.“

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