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22.05.2020, 16:03 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Ablenkung im Verkehr: Polizei will verstärkt kontrollieren

Ab Montag möchte die Polizei im Emsland und der Grafschaft verstärkt kontrollieren, ob Verkehrsteilnehmer abgelenkt sind und zum Beispiel auf ihr Handy schauen. Zusätzlich möchten die Polizisten die Anschnallpflicht prüfen.

Die Polizei kontrolliert ab Montag verstärkt. Foto: Polizei

Die Polizei kontrolliert ab Montag verstärkt. Foto: Polizei

Nordhorn/Lingen Bei vielen Unfällen gibt es Hinweise darauf, dass die Verkehrsteilnehmer abgelenkt, zum Beispiel durch ein Handy, waren. Deswegen möchte die Polizei ab Montag verstärkt kontrollieren, ob Autofahrer und Radfahrer ein Handy oder andere technische Geräte benutzen. „Wer bei 50 Stundenkilometer nur zwei Sekunden auf sein Smartphone schaut, ist fast 30 Meter im ,Blindflug‘ unterwegs. Diese 30 Meter fehlen als Reaktions- und Bremsweg und können im schlimmsten Fall fatale Folgen bei einer Gefahrenbremsung haben“, schreibt die Polizei dazu.

Grund für die verstärkte Kontrolle sei auch ein Blick auf die Unfallstatistik: „Im vergangenen Jahr verunglückten bei Verkehrsunfällen im Einsatzgebiet der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim insgesamt 29 Menschen tödlich. Dies entspricht einer Steigerung von 61 % im Vergleich zum Vorjahr. Auffällig hierbei war die Zunahme von tödlich verunglückten Fahranfängern und die Zunahme von Baumunfällen“, berichtet die Polizei am Freitag.

Anschnallpflicht wird kontrolliert

Zusätzlich wird die Polizei kontrollieren, ob Autofahrer während der Fahrt angeschnallt sind. Die Beamten hätten beobachtet, dass die Akzeptanz des Sicherheitsgurtes nachgelassen habe: „Bei zahlreichen tödlichen und schweren Verkehrsunfällen waren sowohl Fahrer als auch Mitfahrer nicht oder nicht ausreichend gesichert. Viele sind fälschlicherweise der Annahme, dass ihr Airbag im Falle eines Verkehrsunfalles ausreichend Schutz und Sicherheit bieten würde.“ Laut des Deutschen Verkehrssicherheitsrats könnten rund 200 Verkehrstote und 1500 Schwerverletzte pro Jahr vermieden werden, wenn sich alle Autoinsassen in Deutschland immer korrekt anschnallen würden. „Mit keiner anderen Einzelmaßnahme ließen sich so viele Verkehrstote vermeiden. „Auch ein verbreiteter Irrglaube, den Aufprall mit der Kraft der Hände und Arme abfangen zu können, ist eine fatale Fehleinschätzung: Bereits bei einer Geschwindigkeit von 20 Kilometern in der Stunde müssten die Arme eines 75 Kilogramm schweren Menschen ein Gewicht von 1800 Kilogramm abstützen“, rechnet die Polizei vor. „Wir werden nicht müde, an einer nachhaltigen Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr zu arbeiten. Neben unserer Aufklärungsarbeit gehört dazu aber eben auch die repressive Ahndung einzelner Verstöße“, so die Polizei in einer Pressemitteilung.

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