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03.02.2018, 11:49 Uhr

16-Jähriger ruft Polizei, weil er nicht in Disko darf

Neun Stunden hat die Polizei von Freitag auf Sonnabend ihre Einsätze aus Osnabrück, dem Emsland und der Grafschaft live getwittert. Mehr als 125 Tweets berichten von Schlägereien, Lärm und kuriosen Anrufen. Sie geben einen Einblick in den Polizeialltag.

16-Jähriger ruft Polizei, weil er nicht in Disko darf

Social-Media-Managerin Lena Krüger bei der Arbeit in der Einsatzleitstelle der Polizei in Osnabrück. Foto: Polizei

Von Oliver Wunder

Osnabrück/Lingen/Nordhorn. Die Polizei hat von Freitag 17 Uhr bis Samstag 2 Uhr über ihre Einsätze in Osnabrück, dem Emsland und der Grafschaft Bentheim live bei Twitter berichtet. Während der neunstündigen Nachtschicht veröffentlichte das Social-Media-Team mehr als 125 Tweets.

Darunter waren auch zahlreiche Einsätze in der Grafschaft. In Nordhorn gab es eine Schlägerei mit mehreren Personen in einer Kneipe, die Polizisten nahmen Anzeigen wegen Körperverletzung auf. Außerdem waren randalierende Jugendliche in Nordhorn unterwegs, sie sollen Autospiegel abgebrochen und Flaschen auf eine Straße geworfen haben. Auch in Schüttorf wurden Randalierer gemeldet.

Kein Notruf dagegen war der Anruf eines 16-Jährigen, der in Schüttorf um polizeiliche Unterstützung bat. Die Türsteher des Index wollten ihn nicht reinlassen. „Wir klären ihn auf, dass er trotz Begleitperson nur bis 24 Uhr in die Diskothek darf. Daraufhin legt er auf. Gern geschehen“, twittert die Polizei dazu.

In Nordhorn erwischten die Beamten einen Mann unter Drogeneinfluss am Autolenker. Die Bearbeitung eines Notrufs in Schüttorf übernahm der Rettungsdienst: Ein Jugendlicher war aus unbekannten Gründen orientierungslos und konnte nicht mehr nach Hause finden.

Einen tierischen Einsatz gab es in Bad Bentheim. Ein belgischer Schäferhund hatte sich verirrt und kurzzeitig ein Hotel besucht. Das friedliche Tier lief später auf die Gildehauser Straße, es konnte von Passanten eingefangen und ins Tierheim gebracht werden.

Ein Anrufer aus Emlichheim meldet, dass er sein 2016 gestohlenes Boot in einer Kleinanzeige in Coevorden entdeckt hatte. Daraufhin nahm die Einsatzleitstelle mit der niederländischen Polizei Kontakt auf. Ein Mann aus Fürstenau meldete seine Hunde über die 110 als gestohlen. Später stellte sich heraus, dass er diese lediglich zu Hause gelassen hatte.

Mehrmals musste die Polizei wegen Ruhestörung nach Neuenhaus, Wietmarschen und Uelsen losfahren. An der Mülldeponie in Wilsum wurde Alarm ausgelöst, die Polizisten fanden aber keine Einbruchspuren.

Die Aktion kam bei vielen Nutzern gut an. Einer kommentierte die Einsätze mit: „Der übliche Wahnsinn, von dem wir alle nichts mit bekommen.“ Auch die Polizeidirektion Osnabrück zeigte sich sehr zufrieden mit der Livebegleitung per Twitter aus der Kooperativen Regionalleitstelle Osnabrück. „Wir haben unser Ziel, der Bevölkerung einen Einblick in die tägliche Arbeit der Polizei zu geben, erreicht. Die Aktion kam bei den Usern sehr gut an und stieß auf großes Interesse“, sagte Marco Ellermann, Pressesprecher der Polizeidirektion Osnabrück. Noch dazu zeigte die Aktion wie anspruchsvoll, komplex und vielschichtig die Arbeit in einer Einsatzleitstelle ist.

Die Nachtschicht zum Nachlesen auf Twitter

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