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18.07.2019, 18:45 Uhr

14 staatlich geprüfte Betriebswirte erhalten ihre Zeugnisse

Voller Freude und Stolz konnte die Schulleitung der Berufsbildenden Schulen Gesundheit und Soziales Nordhorn zum dritten Mal Absolventen der zweijährigen Fachschule Agrar freisprechen.

14 staatlich geprüfte Betriebswirte erhalten ihre Zeugnisse

Die Absolventen der zweijährigen Fachschule Agrar erhielten von Schulleiter Heinrich Marheineke (links) und Klassenlehrer Dr. Michael Griesen (rechts) die Zeugnisse zum „Staatlich geprüften Betriebswirt“.Foto: Grönloh

Von Johanna Grönloh

Nordhorn Nach der Premiere 2017 ist dies bereits die dritte Klasse, die das neue Lehrangebot in Nordhorn angenommen habe, freute sich Schulleiter Heinrich Marheineke.

Sein Dank galt insbesondere den Lehrkräften, die die Lehrpläne weiterentwickelt und die Jahrespläne aktualisiert haben. Insgesamt nahmen 14 Jugendliche die Urkunde „Staatlich geprüfter Betriebswirt“ entgegen. Zusätzlich erwarben sie die Ausbildereignung und die Fachhochschulreife. Der Notenschnitt liegt bei 2,6. Die Absolventen Martin Lohgeerds, Lea Koops, Timo Scheffer und Janek Kuiper schlossen sogar mit der Note „Sehr gut“ ab. Neben dem zweithöchsten Bildungsabschluss der Bundesrepublik haben die jungen Landwirtinnen und Landwirte durch den Unterricht vertiefte Kenntnisse in der Betriebs- und Unternehmensführung erworben.

Mit dieser intensiven schulischen Bildung sind sie auf die Aufgaben als Betriebsleiter und Ausbilder vorbereitet worden. Schulleiter Marheineke beleuchtete in seiner Rede das Handeln von Influencern. Sie reisten um die halbe Welt, um am Strand aufzuräumen und sich dabei ablichten zu lassen. Die guten Wahlergebnisse der Grünen sprächen ebenfalls dafür, dass Bewusstsein und insbesondere das Umweltbewusstsein einen hohen Stellenwert einnehmen. Diese Evolution hin zu nachhaltigerem Leben beeinflusse auch das zukünftige Berufsleben der Betriebswirte. Die Gesellschaft wolle beim „Wie“ der Nahrungsmittelproduktion mitreden, meinte Marheineke. Die große Kunst sei es, den Dialog dazu gemeinsam auf Augenhöhe zu führen.

„Mit den Argumenten zu den Wurzeln des Übels vordringen“ sei bei Vorurteilen und Hasskommentaren ein schwerer, aber notwendiger Weg, wie er den Absolventen mitgab.

Klassenlehrer Dr. Michael Griesen lobte den Pragmatismus der Schüler. Selbst bei plötzlich auftretenden Schwierigkeiten seien gemeinsam kreative Lösungen entstanden. „Ihr seid die Generation, die einen großen Wandel abseits der Wachstumsschritte erleben wird.“

Griesen rief die Jugendlichen auf, angesichts dieser Herausforderungen den Berufsstand aktiv mitzugestalten und dabei das eigene Glück nicht aus dem Blick zu verlieren.

Bernd Schothorst-Hartgering als Vertreter der Kreislandjugend Grafschaft Bentheim gratulierte den Absolventen zu ihrem Abschluss. Mit ihnen mache sich nun die nächste Generation Betriebswirte auf, das vielseitige Wissen anzuwenden. Mit ihrer Ausbildung seien sie gefragte Fachkräfte, die auf dem eigenen Hof, in der Wirtschaft oder der Beratung vielfältige Berufschancen vorfinden. Unter dem Motto „Stillstand ist Rückstand“ sei jeder von ihnen aufgerufen, sich beständig weiterzubilden und offen für Neues zu bleiben. Von den Aktivitäten während des Schuljahres berichteten Gernot Lindschulte, Lea Koops und Maximilian Plagge. So boten zahlreiche Exkursionen und Fachtagungen einen „Blick über den Tellerrand“, wie sie betonten. Verschiedene alternative Einkommenswege lernten die Schüler während des Junglandwirtetages kennen, einige nahmen sie bei Betriebsbesichtigungen selbst in Augenschein.

Neue Vermarktungskonzepte im Bereich der Hühner- und Rinderhaltung gehörten ebenso dazu wie das Testen neuer Techniken im Ackerbau. Die Schüler dankten den Lehrern für die exklusiven Einblicke und wünschten sich diese Möglichkeit auch für die nachfolgenden Jahrgänge. Ein Seminar zum Thema „Erben und Vererben“, das gemeinsam mit den Eltern der Schülerinnen und Schüler stattfand, rundete das Schuljahr ab.

Den Abschluss „Staatlich geprüfter Betriebswirt“ erhielten:

Nils Baarlink, Steffen Fragemann, Lea Koops, Janek Kuiper, Jan-Erik Larsson, Gernot Lindschulte, Martin Lohgeerds, Kevin Löpmann, Marcel Menken, Maximilian Plagge, Jascha Röben, Timo Scheffer, Hannes Siller und Jannek Welink.

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