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10.05.2018, 15:00 Uhr

Pause geplant: Kräfte sammeln für Abifestival 2019

Wegen zu weniger ehrenamtlicher Helfer ist das Abifestival 2018 in Lingen abgesagt worden. Trotzdem erfuhren die Mitglieder des Vereins Abifestival seit 1981 viel Solidarität. Sie planen nun, 2019 wieder ein Abifestival in Lingen zu veranstalten.

Pause geplant: Kräfte sammeln für Abifestival 2019

Das Abifestival 2018 ist offiziell abgesagt worden. Foto: Jessica Lehbrink

Von Jessica Lehbrink

Lingen. Kraft sammeln für das nächste Jahr heißt das Motto der Organisatoren nach der Absage des für den 15. und 16. Juni 2018 geplanten Abifestivals. „Wir wollen den Mitgliedern jetzt Zeit zum Durchatmen geben“, betont Tobias Dankert vom Organisationsteam des Abifestivals.

Den Organisatoren war die Wehmut über die Absage aufgrund des Helfermangels anzumerken. Gleichzeitig wirkten sie aber erleichtert, dass nun die Karten auf dem Tisch liegen. Derzeit würden alle Schritte für eine einjährige Pause des Abifestivals eingeleitet, erklärt Gesa Witzleben. „Das dauert aber länger als nur ein paar Tage“, fügt die Vorsitzende des Vereins Abifestival seit 1981 hinzu.

21 Bands waren eingeplant. „Die Absage musste jetzt erfolgen“, hebt Dankert hervor. Die Veranstalter müssten beispielsweise Strafen an bereits gebuchte Musiker zahlen, um diese für den Ausfall zu entschädigen. „Bis auf den letzten Euro können die Kosten dafür noch nicht eingeschätzt werden“, sagt Dennis Rohoff, Vorsitzender des Fördervereins. Jetzt seien die finanziellen Folgen noch absehbar und man habe das Zepter des Handelns noch in der Hand. Das wäre beispielsweise zwei Wochen später nicht mehr der Fall gewesen.

Nach dem Entschluss zur Absage ist „eine große Solidaritätswelle von allen Seiten auf uns zugekommen“, sagt Dankert und fügt hinzu: „Die Bereitschaft für 2019 war direkt da.“ Diesen Schwung wollen die Veranstalter nun nutzen. Auch die Stadt Lingen sicherte weitere Unterstützung zu.

Das Problem des Helfermangels ist bereits seit fünf Jahren zu beklagen, macht Rohoff klar. Er betont aber: „Man kann nicht alle Abiturienten über einen Kamm scheren.“ Dass immer noch einige bereit seien, sich für das Festival zu engagieren, sei in der außerordentlichen Mitgliederversammlung spürbar geworden. Bis 2016 lag die Organisation des Abifestivals ganz offiziell in den Händen der Abiturienten. Die Einführung von G8 – also dem Abitur nach zwölf anstatt 13 Jahren – war einer der Gründe für die zurückgehenden Helferzahlen. Hinzu kam das sinkende Interesse der Schüler, sodass der Verein Abifestival seit 1981 vor zwei Jahren die Entscheidung traf, sich für alle interessierten Helfer zu öffnen.

Vor allem mit der Frage, wie wieder mehr ehrenamtliche Helfer gefunden werden können, wollen sich die Organisatoren nach der Absage beschäftigen. „Im Juni wollen wir zusammen kommen“, sagt Witzleben. Auch wolle man sich auf die Suche nach neuen Sponsoren begeben. Was für die Organisatoren nicht in Frage kommt, ist die Reduzierung der Helferzahl. Derzeit werden für das Festival 350 Ehrenamtliche benötigt, 200 fehlten dieses Jahr. Es gebe jedoch Sicherheitsauflagen zu erfüllen, für die eine gewisse Personenzahl notwendig ist. Außerdem rückte aufgrund des geringeren Helferzuspruchs in den vergangenen Jahren die Arbeit in den Vordergrund – das Festival solle aber Besuchern und Helfern Spaß machen, betonte Vorstandsmitglied Aljoscha Otten. „Es ist immer noch ein Ehrenamt“, betont Witzleben.

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