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13.11.2018, 17:42 Uhr

Niedergrafschafterin macht Erfahrungen in den USA

Die 22-jährige Sarah Wolbert aus Lage hält sich derzeit in den USA auf. Ermöglicht hat ihr das das Parlamentarische Patenschaftsprogramm. Für die GN berichtet sie von ihren ersten Erfahrungen.

Niedergrafschafterin macht Erfahrungen in den USA

„Tolle Erfahrungen“ macht Sarah Wolbert derzeit. Foto: privat

Von Sarah Wolbert

Portland/Lage Ich bin mit acht Geschwistern aufgewachsen. Mein Traum war es schon immer, ein Jahr in einem anderen Land zu verbringen. Da so ein Auslandsjahr sehr teuer ist, habe ich erst mein Abitur gemacht und eine Ausbildung gestartet, um schon mal ein bisschen Geld zu verdienen. Die Ausbildung zur Industriekauffrau habe ich bei Bekuplast in Ringe im Januar 2018 abgeschlossen. Dann war mir klar: Entweder ich gehe jetzt ins Ausland oder es wird für mich immer ein Traum bleiben.

Ermöglicht hat den USAAufenthalt die Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela de Ridder mithilfe des Parlamentarischen Patenschaftsprogramms für junge Berufstätige. Dies ist ein Programm des Deutschen Bundestages und des amerikanischen Kongresses. Jedes Jahr ermöglicht es 75 jungen Berufstätigen aus ganz Deutschland, ein Jahr als Stipendiaten in den USA zu leben.

Zuerst musste ich online viele Bewerbungsunterlagen ausfüllen und ein Auswahlverfahren in Bonn absolvieren. Dort war ich mit zehn Konkurrenten aus dem hiesigen Wahlkreis. Es gab einen politischen und einen englischen Test, Einzel- und Gruppengespräche. Nach einem Gespräch mit Daniela De Ridder Anfang Februar habe ich dann meine offizielle Zusage bekommen. Ich habe mich riesig gefreut. Ich konnte mir nicht aussuchen, wo es genau hingeht, sondern nur einen Wunsch abgeben. Doch es hat geklappt und mein Ziel war die Westküste. Seit dem 7. August dieses Jahres lebe ich als Stipendiatin des Deutschen Bundestages in Portland im Bundesstaat Oregon.

Die ersten zwei Monate hatte ich noch frei, da die Universitäten an der Westküste sehr spät anfangen. In dieser Zeit bin ich viel gereist, war in New York, Seattle und habe mit weiteren Teilnehmern einen Roadtrip in Oregon gemacht. Seit dem 1. Oktober gehe ich zur Warner Pacific Universität in Portland und studiere Englisch. Ab Januar werde ich für eine deutsch-amerikanische Firma als Industriekauffrau arbeiten. Ich lebe hier in einer Gastfamilie mit drei jüngeren Geschwistern. Mein Alltag ist komplett anders, außer das ich das Fußballspielen hier nicht sein lassen konnte. In einer Großstadt gibt es ein riesiges Freizeitangebot, außerdem spielt die Religion in meiner Gastfamilie eine große Rolle.

Ich habe bis jetzt nur tolle Erfahrungen gemacht. Die Leute sind super freundlich und hilfsbereit und die Landschaft ist wunderschön. Nichtsdestotrotz muss man auch immer wieder feststellen, was Deutschland für ein tolles Land ist. Man wird hier sehr oft darauf angesprochen, dass Deutschland so toll ist und dass viele Leute am liebsten dahin auswandern würden. Ich frage mich: Warum haben die meisten Deutschen nicht so eine Einstellung? Du musst in Deutschland weitgehend nichts für Ärzte, Unis oder Krankenhäuser zahlen. Und wenn du keinen Job hast, bekommst du auch noch Geld vom Staat.

Ich war immer sehr schlecht im Schulfach Englisch, ich hätte nie gedacht, dass ich es jemals richtig lernen werde. Mittlerweile bin ich mir gar nicht mehr sicher, was ich besser kann, Englisch oder Deutsch? Man lernt es hier so schnell, wenn man den ganzen Tag nur Englisch liest, spricht und hört. Man lernt in so einem Austauschjahr unglaublich viel und ich möchte damit jeden ermutigen, es zu probieren.

Fotostrecke

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Auch die Politik kommt nicht zu kurz.

© privat

Eindrucksvoll sind die Großstädte.

© privat

Auch unendliche Weiten gehören zu den USA.

© privat

Roadtrips gehören zum Programm der jungen Teilnehmer.

© privat

Mehr Informationen unter www.bundestag.de/ppp für mehr Informationen .

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Auch die Politik kommt nicht zu kurz.

© privat

Eindrucksvoll sind die Großstädte.

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Auch unendliche Weiten gehören zu den USA.

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Roadtrips gehören zum Programm der jungen Teilnehmer.

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