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13.04.2018, 14:30 Uhr

Neurobiologie-Olympiade: Luisa Kües beim Bundesentscheid

Zum dritten Mal nahm eine Schülerin des Gymnasiums Nordhorn erneut mit Erfolg am Wettbewerb „Deutsche Neurobiologie Olympiade“ teil .Luisa Kües qualifizierte sich dabei mit einer Platzierung unter den Top Ten für den Bundesentscheid in Heidelberg.

Neurobiologie-Olympiade: Luisa Kües beim Bundesentscheid

Luisa Kües, Schülerin des Gymnasiums Nordhorn, konnte sich bei der „Deutschen Neurobiologie Olympiade“ einen Platz unter den besten zehn Teilnehmern sichern und erreichte damit auch die Qualifikation für den Bundesentscheid in Heidelberg.Foto: privat

gn Nordhorn/Bonn.Mit Hilfe englischsprachiger Literatur hatte sie sich in die Neurobiologie eingearbeitet und ihre Kenntnisse in verschiedenen Prüfungsteilen unter Beweis gestellt. Als Teildisziplin der Biologie befasst sich die Neurobiologie mit dem Aufbau und der Funktionsweise des Nervensystems aller Lebewesen. Der Regionalwettbewerb der „Deutschen Neurowissenschaftlichen Olympiade“ lief an der Universitätsklinik Bonn. Die Veranstaltung wurde ausschließlich in englischer Sprache abgehalten und bestand aus mehreren Teilprüfungen. Zur Vorbereitung hatten die Teilnehmer etwa zwei Monate zuvor entsprechende englischsprachige Literatur zur Verfügung bekommen, mit der sie das Thema erarbeiten sollten.

Der Wettbewerb selbst begann mit einem viertelstündigen Multiple-Choice-Test. Danach folgte direkt eine Prüfung zur Neuroanatomie, bei der man mit Hilfe von Gehirnmodellen, mikroskopischen Präparaten und Bildern von Gehirnen einzelne Teile des menschlichen Gehirns benennen oder eine kurze Frage beantworten musste. „Obgleich viele Teilnehmer diesen Abschnitt als am schwierigsten wahrnahmen, fiel er mir jedoch vergleichsweise leicht, da ich mir im Vorfeld ein Gehirnmodell aus unserer Schule ausleihen durfte, was mir wesentlich geholfen hat“, berichtet Luisa Kües.

Im dritten Abschnitt der Prüfung wurden die Fragen schwieriger. In einer Podiumsrunde in einem Hörsaal mussten alle nacheinander nach vorne treten, um dort in 15 Sekunden Fragen zu beantworten, die von jeweils einem von drei anwesenden Professoren gestellt wurden. Diesen Teil empfand die Nordhornerin am schwierigsten, da die einzelnen Fragen allen möglichen Themengebieten entstammen konnten. Und: „Meine Nervosität vor einem derart großen Publikum war sehr hoch.“

Anschließend erfolgte die „Patientendiagnose“‘. Für diese Runde standen den Teilnehmern pro Patient eine knappe Beschreibung, ein kurzes Video sowie ein Bogen, auf dem man die Ergebnisse von bis zu drei selbst auszuwählenden Tests fand, zur Verfügung. „Dass man nun das Gelernte anwenden und verknüpfen musste, machte auch diese Runde zu einer Herausforderung“, berichtet Luisa Kües. Zum Schluss versammelten sich dann alle Teilnehmer und ihre Eltern sowie sonstigen Begleiter in dem Hörsaal, wo die Namen der 15 besten Teilnehmer verkündet wurden, die im Bundeswettbewerb antreten dürfen. Die zehn besten Teilnehmer – in diesem Jahr neun Mädchen und lediglich ein Junge – traten in einer finalen Podiumsbefragung vor allen übrigen Teilnehmern mit ihren Eltern und Begleitern nochmals gegeneinander an, um die ersten drei Plätze dieses Wettbewerbs zu ermitteln. „Nachdem die Teilnehmer auf den Plätzen 15 bis elf ausgerufen worden waren, hatte sich meine Hoffnung auf eine Teilnahme am Bundeswettbewerb bereits erheblich gesenkt“, erzählt die Nordhorner Schülern: „Umso überraschter und glücklicher war ich dann, als mein Name bei der Aufzählung der besten zehn Teilnehmer fiel.“

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