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27.12.2017, 21:00 Uhr

Bentheimer Konzertinitiative „Alternation“ braucht Nachwuchs

Das Veranstaltungsjahr im Bad Bentheimer Treff 10 ist mit dem Konzert „Indie.Feiertage“ zu Ende gegangen. Mit den Auftritten der beiden Münsteraner Bands „Mond“ und „Annie’s Style“ hatte die Konzertinitiative Alternation zwei echte Perlen im Programm.

Bentheimer Konzertinitiative „Alternation“ braucht Nachwuchs

Die Mitglieder der Band „Annie’s Style“ präsentierten einen neuen Song auf der Bentheimer Bühne. Foto: Schröer

Von Hinnerk Schröer

Bad Bentheim. Den Auftakt machte die Band „Mond“, die in diesem Jahr als bester Newcomer für den „popNRW“-Preis nominiert war. Die vierköpfige Formation mit zwei Keyboards, digitalem Drumset, Bass und Sängerin Lea wusste auch im Treff 10 mit seinen Elektrosounds zu überzeugen. Anschließend übernahm die Formation „Annie’s Style“, die sich in der Burgstadt bereits eine kleine Fangemeinde erspielt hat. Denn die Münsteraner Band um Sängerin Helen Stegemann, die sich im Jahr 2015 im Rahmen eines Jazzworkshops gründete, war im Sommer beim Stonerock aufgetreten. Im Juli hatte „Annie’s Style“ das Freiluft-Festival eröffnet, am Freitagabend unterstrich die Band mit grooviger Indie-Musik, dass sie bei kleineren Club-Konzerten auch das Zeug zum Headliner hat. Mit starker Bühnenpräsenz und sichtlich viel Spaß an ihrem Auftritt sprang der Funke auch aufs Publikum über. Als Zugabe bekamen die Besucher sogar eine „Weltpremiere“ zu hören. „Wir haben so viel Bock, dass wir noch einen Song für euch spielen, der erst am Mittwoch fertig geworden ist“, kündigte Helen Stegemann das neue Lied „Give me love to you“ der fünfköpfigen Band an. Das Publikum belohnte den Auftritt mit viel Applaus.

Bentheimer Konzertinitiative „Alternation“ braucht Nachwuchs

Groovige Indie-Musik mit eigenen Texten hatten die Bandmitglieder im Gepäck. Foto: Schröer

Anschließend vertieften sich die Besucher dann in dem Café des Treff 10 in intensive Gespräche. Denn kurz vor Weihnachten waren auch schon mehrere „Exil-Grafschafter“ angereist, die mittlerweile aus Berufs- und Studiengründen nicht mehr in Bad Bentheim und Umgebung leben. Das trifft auch auf zahlreiche Alternation-Mitglieder zu.

Die Arbeit der Konzertinitiative ist deshalb in den vergangenen Jahren immer schwieriger geworden. In seinen Hochzeiten waren in dem Beteiligungsprojekt des Unabhängigen Jugendhauses mehr als 50 Jugendliche und junge Erwachsene aktiv. Inzwischen sind es nur noch zehn bis 20 Aktive, auf deren Schultern sich die Arbeit verteilt. „Wir stehen vor einem Neuaufbau und müssen uns überlegen, wie wir unsere Projekte in Zukunft stemmen können“, sagt Johann Bardenhorst, der seit der Gründung von Alternation vor zwölf Jahren als erfahrene Kraft in der Jugendinitiative mitarbeitet. Das größte Projekt ist seit vielen Jahren das Stockrock-Festival mit dem Ableger Rock am Pool für das ältere Publikum. Dazu zählen aber auch verschiedene Konzertformate und Musik-Cafés. Außerdem sorgt das Alternation-Team bei Events des Kulturforums wie den Poetry Slams, bei Sickings Jazzlounge oder städtischen Veranstaltungen für technische und organisatorische Unterstützung. Zahlreichen Mitgliedern nutzten in der Vergangenheit die in der Jugend gemachten Erfahrungen, um später auch beruflich im Musik- und Veranstaltungsbereich Fuß zu fassen – sei es als Licht- oder Tontechniker, im Veranstaltungsmanagement oder im Marketing.

In den vergangenen Jahren ließ der Zulauf bei Alternation aber immer mehr nach. „Wir brauchen wieder Nachwuchs. Jugendliche, die Lust auf den Musikbereich haben, können ab 15 Jahren bei uns mitmachen“, sagt Johann Bardenhorst mit Blick auf die Mitgliederzahl und den Altersdurchschnitt, der mittlerweile auf rund 25 Jahre angestiegen ist. Weitere Informationen zu einer Mitarbeit gibt es im Treff 10 oder per Mail an alternation@ujh-bentheim.de.

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