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24.04.2020, 10:14 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Waldbrandgefahr: Landkreis Emsland erlässt Verordnung

In Wald, Moor und Heide besteht wegen der anhaltenden Trockenheit zurzeit ein erhöhtes Waldbrandrisiko der Kategorie drei von insgesamt fünf Gefahrenstufen. Daher tritt am Freitag, 24. April, im Emsland die Waldbrandverordnung in Kraft.

Eigentlich selbstverständlich, nun auch offiziell: Rauchen und Feueranzünden sind im Emsland in Wäldern, Mooren und Heidegebieten verboten.Archivfoto: Hille

© Hille, Henrik

Eigentlich selbstverständlich, nun auch offiziell: Rauchen und Feueranzünden sind im Emsland in Wäldern, Mooren und Heidegebieten verboten.Archivfoto: Hille

Meppen Wie bereits im vergangenen Jahr machen auch 2020 die derzeitigen Wetterverhältnisse mit wenig Regen und Trockenheit noch früh im Jahr eine Waldbrandverordnung notwendig. Der Waldbrandbeauftragte der Niedersächsischen Landesforsten für den Landkreis Emsland, Uwe Aegerter, schätzt das Waldbrandrisiko aktuell mit „mittel bis hoch“ ein. Nach Ansicht des Experten machen die geringen Regenmengen der vergangenen Wochen den Erlass einer Verordnung notwendig. „Infolge der Dürre und des Borkenkäferbefalls in den Jahren 2018 und 2019 befindet sich in den Waldbeständen überdurchschnittlich viel trockenes Kronenrestholz. Die trockenen Waldböden und die trockene Waldvegetation sind leicht entflammbar. Auch die für das Wochenende angekündigten Niederschläge reichen voraussichtlich nicht aus, um die Waldbrandgefahr nachhaltig zu verringern“, erklärt der Experte.

Die Waldbrandverordnung des Landkreises verbietet es Besuchern von Wäldern, Mooren und Heidegebieten, die befestigten Straßen, befahrbaren Wege sowie markierten Wander- und Reitwege zu verlassen. Auch ist es untersagt, Wälder, Moore und Heidegebiete mit Kraftfahrzeugen zu befahren und dort oder in gefährlicher Nähe von Wäldern, Mooren und Heidegebieten außerhalb von dafür gekennzeichneten Parkflächen Fahrzeuge abzustellen. „Ausgenommen von diesem Verbot sind die Jagdausübung sowie Personen, die öffentliche Aufgaben sowie die rechtmäßige Bewirtschaftung und Nutzung von Grundstücken erledigen. Es ist zudem nicht gestattet, in Wäldern, Mooren und Heidegebieten oder in gefährlicher Nähe davon Feuer anzuzünden, zu rauchen und mit feuergefährlichen Gegenständen umzugehen. Ein Verstoß gegen die Verordnung gilt als Ordnungswidrigkeit und kann als solche mit einer Geldbuße bis zu 5000 Euro geahndet werden“, heißt es aus dem Meppener Kreishaus.

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