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18.12.2018, 10:47 Uhr

Umweltschützer zeigen Betreiber der Brennelementfabrik an

Nach dem Brand in der Brennelementefabrik in Lingen haben Umweltschützer Strafanzeige gegen die Betreiber der Anlage gestellt. Sie fordern von der Staatsanwaltschaft Osnabrück, dass sie die „Ermittlungen zu dem Brand mit Nachdruck voranbringt“.

Umweltschützer zeigen Betreiber der Brennelementfabrik an

Ein Feuer in einem Labor der Brennelementefabrik ANF in Lingen hatte am 6. Dezember einen Großeinsatz der Feuerwehren ausgelöst. Foto: Hille

Lingen Der Brand in der Brennelementefabrik in Lingen am 6. Dezember hat ein juristisches Nachspiel. Atomkraftgegner haben bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück Strafanzeigen gegen den Betreiber der Anlage eingereicht. Dabei gehe es zunächst um die möglichen Tatbestände der Bodenverunreinigung, der Luftverunreinigung sowie des unerlaubten Umgangs mit radioaktiven und anderen gefährlichen Stoffen, teilten mehrere Bürgerinitiativen am Dienstag mit.

Das Feuer war aus noch ungeklärten Gründen im nuklearen Teil der Fabrik ausgebrochen. Rund 150 Feuerwehrleute waren zwei Stunden lang im Einsatz, um den Brand zu löschen. Radioaktive Stoffe sollen nicht freigesetzt worden sein. Die Betreiberfirma Advanced Nuclear Fuels (ANF), eine Tochter des französischen Atomkonzerns Framatome, hatte verschiedene Versionen zu dem Vorfall veröffentlicht. Nach Angaben der Bürgerinitiativen sind zahlreiche Fragen zu dem Hergang und den Auswirkungen des Feuers noch offen. „Das Vertrauen in eine sachgemäße Aufklärung der Betreiber ist verschwunden“, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Wir erwarten von der Staatsanwaltschaft Osnabrück, dass sie die Ermittlungen zu dem Brand in der Brennelementefabrik Lingen mit Nachdruck voranbringt“, sagte Christina Burchert vom Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf. „Ein Brand im nuklearen Bereich ist keine Petitesse.“ Umweltschützer drängen schon länger auf eine Stilllegung der Brennelementefabrik, die auch Atomreaktoren in anderen europäischen Ländern beliefert. Diese Fabrik und die Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau sind vom deutschen Atomausstieg ausgenommen und verfügen bislang über unbefristete Betriebsgenehmigungen. epd

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