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28.11.2017, 04:00 Uhr

Reformierte Synode beschließt 44-Millionen-Euro-Etat

Die reformierte Kirche sieht sich finanziell für die Zukunft gut aufgestellt. Dies sagte der für Finanzen zuständige Vizepräsident Helge Johr vor der in Emden tagenden Gesamtsynode.

Reformierte Synode beschließt 44-Millionen-Euro-Etat

Konzentrierte Beratungen: Die Grafschafter Delegierten Pastor Bernd Roters, Hermann Hindriks, Pastor Gerhard Kortmann, Detlef Wiehemeyer, Pastor Reiner Rohloff, Johann Berens und Pastorin Heike Parschat. Foto: Preuß

gn Emden. Die 62 Synodenmitglieder der reformierten Kirche, darunter die Delegierten aus der Grafschaft, beschlossen einen 44,15-Millionen-Haushalt für 2018. Er liegt um rund 400.000 Euro über dem des laufenden Jahres. Aus diesem Haushalt fließen rund 16 Prozent in Rücklagen und in die Gemeindestiftung, kündigte Johr an, und dienten damit der Zukunftssicherung.

Johr rechnet damit, dass die Reformierte Kirche in zehn Jahres das Ziel erreicht haben müsse, ihre Ausgaben den dann voraussichtlich sinkenden Einnahmen anzupassen. Bis dahin gehe die mittelfristige Finanzplanung noch von stabilen Kirchensteuereinnahmen aus. Über die angestrebte Reduzierung von Pfarrstellen mahnte Johr weitere Anstrengungen an. Vor diesem Hintergrund, so Johr, werde der Zusammenhang zwischen der Finanzplanung und dem vor zwei Jahren begonnenen Impulsprozess über die Zukunft der Kirche deutlich.

Bereits am Donnerstag setzen die Synodalen die Diskussion über diesen Impulsprozess fort. „Es ist gut, dass wir rechtzeitig mit Reformen begonnen haben“, sagte Synodenpräses Norbert Nordholt. Kirchenpräsident Martin Heimbucher warb für weitere Reformen der kirchlichen Arbeit. Er forderte, dass die Arbeit mit Kindern und jungen Familien stärkere Beachtung finden müsse. „Die religiöse Sozialisation in der Kindheit bleibt die entscheidende Voraussetzung für eine spätere Offenheit gegenüber Glaube und Kirche“, betonte er. Zurzeit blieben etwa ein Drittel der Kinder ungetauft. Im Haushalt für 2018 sei darum eine Erhöhung der Mittel für die Kindertagesstätten vorgesehen.

Mut zur Änderung kam auch von Vertretern der Hochschule Emden-Leer. Sie hatten die 150 Stellungnahmen aus den Kirchengemeinden zum Impulsprozess wissenschaftlich ausgewertet. „Trauen Sie sich was“, gab der Wirtschaftsstudent Timo Fokken den Synodenmitgliedern mit auf dem Weg. Sein Professor, der Sozialwissenschaftler Martin Stummbaum sagte: „Jesus heute wäre nicht Mitglied Ihrer Kirche, sondern wäre bei Youtube, würde da sein Ding machen und seinen Frust loswerden.“ Als erste Ergebnisse des Zukunftsprozesses beschloss die Synode, dass es zukünftig Teilzeit-Pfarrstellen geben wird. Außerdem schaffte sie den rechtlichen Rahmen für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinden. Pensionierte Pfarrerinnen und Pfarrer können ab sofort in Kirchengemeinden als Vakanzvertreter tätig werden.

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