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25.02.2020, 09:47 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

Polizeigewerkschaft hält Mitgliederversammlung ab

Bei der Mitgliederversammlung der Polizeigewerkschaft für die Region Emsland/Grafschaft wurden mehrere Themen diskutiert. Sie reichten von der Personalstärke über die technische Ausstattung bis hin zu Vergütungsfragen.

Der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft, Christian Albert, mit der Leiterin der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim, Leitende Polizeidirektorin Nicola Simon, sowie dem scheidenden Vorstandsmitglied Holger Maschmeier und dem neuen Vorstandsmitglied Malte Maschmeier von der Polizei Nordhorn. Foto: Albert

Der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft, Christian Albert, mit der Leiterin der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim, Leitende Polizeidirektorin Nicola Simon, sowie dem scheidenden Vorstandsmitglied Holger Maschmeier und dem neuen Vorstandsmitglied Malte Maschmeier von der Polizei Nordhorn. Foto: Albert

Lingen Der Polizeiinspektionsverband Emsland/Grafschaft Bentheim der Deutsche Polizeigewerkschaft führte vor Kurzem eine Mitgliederversammlung (im Waldhotel) in Lingen durch. Der erste Vorsitzende Christian Albert (Polizei Lingen) konnte fast 40 Mitglieder begrüßen.

Als Gast berichtete die Leiterin der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim, Leitende Polizeidirektorin Nicola Simon, unter anderem über die aktuelle Personalverteilung innerhalb der Inspektion. Nach Jahren des personellen Rückgangs könne nunmehr dank der erhöhten landesweiten Neueinstellungen wieder ein leichter Anstieg des Personalbestandes vermeldet werden. Auch Sachausstattungen wie unter anderem Bodycams und ballistische Schutzhelme wurden angeschafft. Insbesondere vom Tragen der Bodycams verspricht sich die Polizeichefin einen Rückgang der Widerstandshandlungen und damit verbundenen Verletzungen zum Nachteil ihrer Polizeibeamten, da das erkennbare Aufnehmen abschrecken dürfte. Jeder Polizeibeamte, der eine Bodycam trägt, hat zudem den Hinweis „Videoaufzeichnung“ am Hemd, Pullover und Jacke angebracht. Sehr erfreut zeigten sich die anwesenden Gewerkschaftsmitglieder von dem bereits in Betrieb genommenen Stützpunkt des „Systemischen Einsatztrainings“ in Wietmarschen-Lohne, wo für Polizeibeamte aus der Inspektion unter anderem Verhaltenstrainings und das Üben von Abwehrtechniken angeboten werden. Neben diesem Stützpunkt wird ein Schießstand mit Schießkino errichtet, das die Polizei mitnutzen kann und somit eine moderne und ortsnahe Möglichkeit des Schießtrainings entsteht.

In seinem Bericht führte der Vorsitzende Christian Albert aus, dass die Landesregierung nunmehr für Dezember 2020 erstmalig wieder eine Sonderzahlung – ein Weihnachtsgeld – zahlen wird. 2004 war die Sonderzahlung gestrichen worden. Diese Zahlung mit zu versteuernden 300 Euro plus Kinderzulagen könne aber erst nur ein Anfang sein. „Das ist zu wenig für die harte Arbeit, die die Polizeibeamten leisten. Ständig flexibel auf die Geschehnisse wie Demonstrationen, Fußballspiele oder Großveranstaltungen reagieren zu dürfen, fordert unsere Kollegen fast wöchentlich auch in unserer Inspektion heraus – immer zum Nachteil für das eigene Privat- und Familienleben. Da hätte die Sonderzahlung ruhig höher ausfallen können, da es auch kein Urlaubsgeld im Sommer gibt“, forderte Albert. Insbesondere dass die Sonderzahlung für Pensionäre, die in ihrem Leben viel für die Polizei geleistet haben, ausgenommen seien, sei untragbar.

Intensiv tauschten sich die Mitglieder über die Personalratswahlen, die im März erfolgen, aus. Die Kandidaten der Deutschen Polizeigewerkschaft für den Personalrat wurden vorgestellt.

Polizeihauptkommissar Holger Maschmeier (Polizei Nordhorn) wurde infolge seiner Pensionierung aus dem Vorstand verabschiedet. Er hatte weit über 20 Jahre Vorstandsarbeit geleistet und erhielt unter dem großen Beifall der Anwesenden einen Präsentkorb. Zu seinem Nachfolger im Vorstand wurde sein Sohn Malte Maschmeier gewählt.

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