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15.06.2020, 15:59 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

Neptune Energy will seinen Standort in Lingen schließen

Die Coronakrise ist an dem Erdöl- und Gasunternehmen Neptune Energy nicht spurlos vorbei gegangen. Am Montag gab das Unternehmen bekannt, dass es, um konzernweit Kosten zu senken, den Betriebsstandort Lingen komplett stilllegen wird.

Noch sitzt in Lingen die Deutschland-Zentrale des Erdöl- und Gasunternehmens Neptune Energy. Doch dieser Standort soll nun geschlossen werden. Foto: Neptune Energy

Noch sitzt in Lingen die Deutschland-Zentrale des Erdöl- und Gasunternehmens Neptune Energy. Doch dieser Standort soll nun geschlossen werden. Foto: Neptune Energy

Lingen Mit einem konzernweiten Restrukturierungsprogramm möchte Neptune Energy auf das aktuell herausfordernde wirtschaftliche Umfeld reagieren, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. „Die Auswirkungen der Covid-19-Krise in Kombination mit den stark gesunkenen Rohstoffpreisen zwingen uns dazu, unser bisheriges Geschäft mit Blick in die Zukunft neu zu bewerten. Wir müssen unsere Geschäftsaktivitäten ändern und damit unsere gesamte Konzernorganisation anpassen“, berichtet Jim House, CEO der Neptune-Gruppe.

Die Geschäftsführung der Neptune Energy Deutschland GmbH informierte am Montag die Mitarbeiter darüber, dass es auch für das Deutschlandgeschäft Veränderungen geben werde, hieß es weiter. Für ihre zukünftigen Aktivitäten setze die Neptune Energy Gruppe in Deutschland auf eine neue Organisationsstruktur. Die operativen Einheiten würden daher künftig von den zentralen Unterstützungsfunktionen organisatorisch getrennt. Als Konsequenz dieser Neuausrichtung werde der Betriebsstandort Lingen komplett stillgelegt. Innerhalb des existierenden Unternehmensverbundes wolle die Neptune Energy Gruppe eine neue Deutschland-Zentrale in Hannover aufbauen.

„Wir stärken damit unsere Standorte mit Erdöl- und Erdgasproduktion und werden uns in den zentralen Funktionen schlanker als bisher aufstellen. Mit dieser richtungsweisenden Entscheidung sichern wir die Zukunft unserer Aktivitäten im Land“, erklärte Dr. Andreas Scheck, Geschäftsführer von Neptune Energy in Deutschland, den Leitgedanken der Restrukturierung.

Folgen der Restrukturierungsmaßnahmen

Im Einzelnen hat dieses Restrukturierungsprogramm laut Neptune Energy zur Folge, dass die bedeutenden Produktionsstandorte in Deutschland, darunter Rühlermoor (Emsland) und Speyer (Rheintal), zusätzliche Stellen erhalten werden während in der derzeitigen Deutschland-Zentrale in Lingen nach den derzeitigen Planungen rund 165 Vollzeitstellen entfallen werden.

Allerdings werde es für einen Teil der bisher in Lingen beschäftigten Mitarbeiter eine berufliche Perspektive in Form einer neuen Beschäftigung im Unternehmensverbund geben. Die neue Zentrale soll etwa 100 neue Vollzeitstellen umfassen.

Bevor jedoch endgültige Ergebnisse vorliegen, plant das Unternehmen mit dem Betriebsrat über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan zu verhandeln. Diese Verhandlungen sollen laut Neptune Energy zeitnah beginnen.

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