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12.09.2018, 12:28 Uhr

Moorbrand in Meppen ist bis Hamburg zu riechen

Seit fast einer Woche brennt ein Moorgebiet auf dem Areal der Wehrtechnischen Dienststelle 91 bei Meppen. Das Feuer hat nun auch die Hamburger Feuerwehr beschäftigt. Der Wind trug den Brandgeruch bis in die Hansestadt und sorgte für mehrere Alarmierungen.

Moorbrand in Meppen ist bis Hamburg zu riechen

Der Moorbrand bei Meppen sorgt offenbar nicht nur in der unmittelbaren Umgebung für Brandgeruch. Foto: Harry de Winter

Meppen/Hamburg „Am Dienstagnachmittag ging um 17.26 Uhr in der Rettungsleitstelle über den Notruf 112 eine Meldung über Brandgeruch in Hamburg ein, der auf der Straße wahrnehmbar, aber nicht genau lokalisierbar sei“, schreibt die Feuerwehr Hamburg in einer Pressemitteilung. Durch die Rettungsleitstelle wurde ein Löschfahrzeug entsandt. Trotz einer umfassenden Erkundung konnte keine Brandstelle und auch keine Rauchentwicklung festgestellt werden. Die Kräfte rückten wieder ein, heißt es weiter.

Um 18.05 Uhr ging erneut ein Anruf zu unklarem Brandgeruch über den Notruf 112 ein. Diesmal meldete ein Anrufer ebenfalls nicht genauer lokalisierbaren Brandgeruch in einem anderen Teil Hamburgs. Auch dort ergab die Erkundung durch die Besatzung eines Löschfahrzeugs kein Ergebnis. Zusätzlich zu den Notrufen wurde die Feuerwehr Hamburg über die Sozialen Medien Facebook und Twitter mehrfach zu Brandgeruch angefragt.

Recherchen des Lagedienstführers der Feuerwehr ergaben, dass in den Leitstellen der benachbarten Landkreise ebenfalls mehrere Anrufe zu nicht genauer lokalisierbarem Brandgeruch eingegangen waren. Auch in Oldenburg ist der Brandgeruch wahrnehmbar. Ursache für die Notrufe ist offenbar der Moorbrand auf der Wehrtechnischen Dienststelle 91 nahe Meppen. Dort brennen seit fast einer Woche mehrere Hektar Moorgebiet mit einer zum Teil sehr starken Rauchentwicklung. Bedingt durch die seit Montag vorherrschenden Süd-West-Winde wurde der Brandgeruch über 230 Kilometer bis an die Elbe nach Hamburg getragen, wie der Deutsche Wetterdienst auf Nachfrage bestätigte, und löste dort Einsätze der Feuerwehr aus.

Dass der Brand noch immer nicht gelöscht werden konnte, liegt der Meppener Tagespost zufolge daran, dass das Gelände schwer zugänglich ist. Das Areal im Naturschutzgebiet Tinner Dose kann laut David Bracke, Pressesprecher der Wehrtechnischen Dienststelle, nur über wenige Feldwege mit Fahrzeugen erreicht werden.

Zur Brandbekämpfung wurde nun die Feuerwehr Osnabrück hinzugerufen. 13 Einsatzkräfte mit acht Fahrzeugen aus Osnabrück haben sich am Mittwoch mit einem Spezialgerät auf den Weg zum Einsatzort gemacht. Das Löschsystem, über das die Feuerwehr verfügt, ist nur selten in Deutschland zu finden. Laut Jan Südmersen, Pressesprecher der Feuerwehr, kann das System pro Minute bis zu 8000 Liter Wasser über eine Strecke bis zu sechs Kilometer transportieren.

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