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21.11.2019, 18:04 Uhr / Lesedauer: ca. 2min

IG BAU fordert mehr Kontrollen auf Baustellen in der Region

Im Kampf gegen illegale Machenschaften auf dem Bau fordert die Gewerkschaft IG BAU mehr Zoll-Kontrollen in der Grafschaft Bentheim und im Kreis Emsland. Durch Schwarzarbeit sind laut Gewerkschaft in diesem Jahr bereits Schäden in Millionenhöhe entstanden.

Mehr Kontrollen auf Baustellen in der Region fordert die IG BAU. Symbolfoto: Holger Hollemann/dpa

Mehr Kontrollen auf Baustellen in der Region fordert die IG BAU. Symbolfoto: Holger Hollemann/dpa

Lingen Obwohl die Zöllner einen Schwerpunkt auf die Branche legten, gerate nur ein kleiner Teil der 344 Baufirmen im Landkreis ins Visier der Beamten, nahm Herbert Hilberink in einer Mitteilung zu diesem Problem Stellung. Der stellvertretende Bezirksvorsitzende der IG BAU Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim verwies auf eine aktuelle Statistik der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS). Danach seien im gesamten Bereich des Hauptzollamts Osnabrück zwischen Januar und Juni 180 Bauunternehmen kontrolliert und ein Schaden wegen nicht gezahlter Steuern und Sozialabgaben in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro festgestellt worden. Nach Informationen der IG BAU stattete der Osnabrücker Zoll im ersten Halbjahr insgesamt 563 Firmen einen Besuch ab – darunter einige im Reinigungs-, Transport und Gaststättengewerbe. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ging die Zahl der Kontrollen um 8,5 Prozent zurück. „Das Ausmaß des Steuer- und Sozialbetrugs zeigt, wie viel kriminelle Energie bei einigen Firmen am Werk ist“, beurteilte Gewerkschafter Hilberink dieses Ergebnis.

Leidtragende seien nicht nur geprellte Bauarbeiter und der Staat, sondern auch sauber wirtschaftende Unternehmen. Denn wer die Vorschriften umgehe, könne Bauvorhaben weitaus billiger anbieten als die Konkurrenz. „Hier hilft nur eine höhere Kontrolldichte durch den Zoll“, erklärte Hilberink. Ein entscheidendes Instrument, um einen fairen Wettbewerb und ein einheitliches Lohngefüge auf dem Bau zu sichern, seien die speziellen Mindestlöhne in der Branche, so der stellvertretende Bezirksvorsitzende.

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