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17.08.2018, 10:55 Uhr

Gemeinsames Projekt zur Islamismusprävention gestartet

Die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim und der katholische Verein SKM Lingen erweitern ihr Präventionsangebot „Rechts ab?!“. Beim neuen Präventionsprojekt „Salam“ geht es unter anderem darum, Radikalisierungen im Islam zu erkennen.

Gemeinsames Projekt zur Islamismusprävention gestartet

von links: Kriminaldirektor Heinz Defayay, Polizeioberkommissar Andreas Hüsken, Hermann-Josef Schmeinck (Geschäftsführer SKM), Vanessa Jansen (SKM), Toni Uwe Klingbiel (LPF Niedersachsen) und Polizeihauptkommissarin Jutta Spiegelberg Foto: Ines Kreimer

Lingen Am Donnerstag fand im Freiwilligen Zentrum an der Lindenstraße die Auftaktveranstaltung zum Projekt „Salam“ statt. Nachdem im vergangenen Jahr die Fortbildung „Rechts ab?!“ in Lingen gestartet war, die zweitägig über Rechtsextremismus aufklärt, erweitert sich das Angebot der Polizeiinspektion mit „Salam“ nun auf eine Fortbildung zur Islamismusprävention. Als Kooperationspartner der Polizei engagiert sich dabei der katholische Verein SKM („Schutz bieten, Kraft geben, Mensch sein“) Lingen. Dessen Geschäftsführer Hermann-Josef Schmeinck fand mit nachhaltigen Worten eine wirkende Einstimmung in das Thema, heißt es in einem Bericht der Polizei.

Auch Kriminaldirektor Heinz Defayay, derzeitiger Leiter der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim, wandte sich zu Beginn der Präventionsveranstaltung an die 25 Teilnehmer im Plenum. Er betonte, dass Präventionsarbeit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe darstellt und lobte dabei die langjährige gute Zusammenarbeit mit dem SKM in Lingen. Weiterhin fand er lobende Worte für die Initiatoren von „Salam“, die das sensible Thema Islamismus in den Fokus der polizeilichen Präventionsarbeit gerückt haben und mit dem SKM den Bedarf für die Praxis ermittelt und ausgearbeitet haben.

Abschließend verdeutlichte er, dass ein Zusammentreffen der Vertreter unterschiedlicher Institutionen bei einem solchen Projekt auch zur Bildung von wichtigen Netzwerken beiträgt. Die Teilnehmer aus verschiedensten Bereichen der sozialen Migrationsarbeit folgten dieser Empfehlung ganz automatisch und prägten die Fortbildung durch ihre aktive Mitarbeit und den regen Austausch untereinander.

Schwerpunkte des Präventionsprojekts sind die Erkennbarkeit von Radikalisierungsprozessen und das Abgrenzen des Islam als Weltreligion von radikalen Strömungen im Islam selbst. In einem Referat von Toni Klingbiel vom Landespräventionsrat Niedersachsen verdeutlichte er den Zusammenhang vom Salafismus der heutigen Zeit mit den Ursprüngen des Islam.

„Salam“ zielt darauf ab, die gefährliche Vermischung von Islam und Islamismus offenzulegen und Vorurteile zu entkräftigen. Gleichzeitig sensibilisiert das eintägige Präventionsprojekt für gefährliche Tendenzen und gibt Handlungsempfehlungen für einen angemessenen Umgang bei auftretenden Problemen oder dem Verdacht einer Radikalisierung.

Ansprechpartner der Polizeiinspektion für die „Salam“ als Projekt zur Islamismusprävention sind Andreas Hüsken und Jutta Spiegelberg. „Die Veranstaltung ist bei Bedarf grundsätzlich jederzeit durchführbar und kostenlos“, so die Pressestelle der Polizei. In enger Zusammenarbeit mit Vanessa Jansen vom SKM soll sich das Projekt etablieren und ein wichtiger Bestandteil der Präventionslandschaft in Lingen werden.

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