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02.02.2018, 18:26 Uhr

Gegner wollen Stilllegungen vom Atomstandort Lingen

Das Kernkraftwerk Emsland und die Brennelementefabrik in Lingen stehen sollen nach Plänen von Atomkraftgegnern sofort stillgelegt werden.

Gegner wollen Stilllegungen vom Atomstandort Lingen

Das Kernkraftwerk Emsland soll laut Gegnern sofort stillgelegt werden. Archivfoto: Sven Lampe

gn Lingen. 304 Initiativen, Verbände und Parteigliederungen unterstützen bis jetzt die Resolution „Atomstandort Lingen nicht länger tolerieren – AKW Emsland und Brennelementefabrik Lingen sofort stilllegen“. Angesichts der grenznahen Lage des Atomkraftwerks sowie der umstrittenen Brennelementexporte zu Pannenreaktoren in Belgien und Frankreich unterstützen auch Initiativen aus den Niederlanden, Belgien und Frankreich die Ende 2014 gestartete Resolution. Die Unterstützer erwarten, dass die neue Bundesregierung und die niedersächsische Landesregierung sowohl das altersschwache Atomkraftwerk wie auch die Brennelementefabrik umgehend stilllegen. Zwei Gutachten hätten vor kurzem bestätigt, dass auch die Brennelementefabrik rechtssicher stillgelegt werden kann.

Am Dienstag, 6. Februar, findet um 16 Uhr eine Mahnwache vor der Düsseldorfer Staatskanzlei statt, weil NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in den Koalitionsverhandlungen die Atompolitik in Deutschland maßgeblich mitbestimmt. Noch vergangenen Sommer hatte Laschet einen Exportstopp für Brennelemente von Lingen nach Tihange und Doel gefordert, er hat dies aber nicht in die Koalitionsgespräche mit der SPD eingebracht. Von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sei zur Atompolitik gar nichts zu hören.

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