19.08.2020, 14:38 Uhr / Lesedauer: ca. 3min

De Ridder: Lkw-Fahrer sind Alltagshelden in der Corona-Krise

Im Gespräch (von links): Martin Kleinbuntemeyer, Dr. Daniela De Ridder sowie Petra und Dieter Kleinbuntemeyer. Foto: privat

Im Gespräch (von links): Martin Kleinbuntemeyer, Dr. Daniela De Ridder sowie Petra und Dieter Kleinbuntemeyer. Foto: privat

Schapen Dr. Daniela De Ridder war zu Gast bei der Spedition Kleinbuntemeyer und informierte sich im Gespräch mit Dieter, Martin und Petra Kleinbuntemeyer über das Unternehmen, seine Produktpalette und die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Logistikbranche. Bei dem Besuch hob De Ridder hervor, dass die zahlreichen Lkw-Fahrer im Land für sie zu den Helden der Corona-Krise gehören, da sie während des Lockdowns unter erschwerten Bedingungen die Versorgung mit Lebensmitteln und Alltagsgütern aufrecht hielten. „Ohne die logistische Meisterleistung der Speditionsunternehmen und ihrer Beschäftigten wäre es ganz sicher für die Bevölkerung zu Engpässen – und keineswegs nur bei Toilettenpapier – gekommen“, so De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems und stellvertretendes Mitglied im Verkehrsausschuss des Bundestages.

Die Spedition Kleinbuntemeyer, gegründet 1965, beschäftigt rund 60 Mitarbeiter und verfügt über mehr als 45 Lastzüge, die sowohl für nationale als auch für internationale Transporte zur Verfügung stehen. Das angebotene Leistungsspektrum reicht von Schüttgut- über Schwer- und Großraum- bis hin zu Containertransporten.

Schlechte Auftragslage

Waren bis Mitte Juni noch die Auftragsbücher voll und die Lastwagen auf den Straßen und Autobahnen unterwegs, spürt der Schapener Familienbetrieb die Auswirkungen der Corona-Krise seit Mitte Juni massiv, berichtet Dieter Kleinbuntemeyer. „Ein möglicher Grund für den Einbruch der Transporte ist, dass viele Kommunen und Städte – bedingt durch die möglicherweise geringeren Steuereinnahmen als Folge der Krisensituation – zurückhaltend bei anstehenden Bauvorhaben geworden sind und geplante Investitionen verschieben“, vermutet der Unternehmer. Die bittere Folge für den Betrieb: Firmen bleiben zunächst auf ihren produzierten Produkten sitzen, der Transportbranche wiederum fehlen die Aufträge. Da mehr Transportkapazitäten auf dem Markt vorhanden sind als zu befördernde Güter, sei ein regelrechter Unterbietungswettbewerb entstanden., „Preise werden teilweise um mehr die Hälfte gedrückt“, so Kleinbuntemeyer. Daher musste nun auch die Spedition Kleinbuntemeyer Kurzarbeit für ihre Beschäftigten anmelden. Trotzdem blickt Firmeninhaber Dieter Kleinbuntemeyer zuversichtlich in die Zukunft und hofft, dass sich die Auftragsbücher ab September wieder füllen.

Weniger Bürokratie als Wunsch

Die Frage nach Verbesserungswünschen beantwortet der Unternehmer mit dem Wunsch nach einem Abbau bürokratischer Hürden. „In Deutschland erhält ein Spediteur für eine Genehmigung für Sondertransporte bis zu 100 Seiten, bei unseren niederländischen Nachbarn umfasst die gleiche Genehmigung lediglich fünf Seiten“, untermalt Kleinbuntemeyer sein Anliegen. Zudem könne die Genehmigung bei der niederländischen Fahrzeugzulassungsbehörde (RDW) komplett digital per Internet beantragt werden, was zu einer hohen Zeitersparnis führe. De Ridder nahm diesen Hinweis auf und sicherte zu, diesen Wunsch innerhalb der SPD-Bundestagsfraktion anzusprechen.

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