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14.06.2018, 12:18 Uhr

Atomkraftwerk Emsland nach Anlagenrevision wieder am Netz

Das Kernkraftwerk Emsland (KKE) ist nach Abschluss der jährlichen Anlagenrevision mit Brennelementwechsel wieder am Netz. Das teilte das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz am Donnerstag mit.

Atomkraftwerk Emsland nach Anlagenrevision wieder am Netz

Luftbild vom Kernkraftwerk Emsland (KKE) in Lingen. Archivbild: Friso Gentsch dpa/lni

Lingen Insgesamt wurden während der gut zweiwöchigen Revision unter anderem ca. 870 wiederkehrende Prüfungen durchgeführt. Sicherheitstechnisch relevante Abweichungen seien dabei nicht aufgetreten, teilte das Ministerium mit. Während des Stillstands wurden 40 der insgesamt 193 Brennelemente gegen neue ausgetauscht und bereits eingesetzte Brennelemente inspiziert. „Hierbei wurden keine Auffälligkeiten festgestellt“, heißt es vonseiten des Ministeriums. Weitere Prüfungen sicherheitstechnisch wichtiger Komponenten seien ebenfalls ohne Auffälligkeiten abgeschlossen worden.

Während der Revision wurde das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz als die zuständige atomrechtliche Aufsichts- und Genehmigungsbehörde von der Betreiberin des Atomkraftwerks Emsland (KKE) nach eigenen Angaben fristgerecht über zwei Ereignisse gemäß Atomrechtlicher Sicherheitsbeauftragten- und Meldeverordnung (AtSMV) informiert: Im Zuge der Revisionsarbeiten wurden verschiedene Gleichrichter, die zum Laden von Batterien dienen, ausgetauscht. Bei Prüfungen wurden defekte Sicherungen an Baugruppen der konventionellen Meldeanlage festgestellt. Die entsprechenden Sicherungen wurden ausgetauscht und die Prüfung des Meldeweges nachgeholt. Die Funktion der Gleichrichter war nicht beeinträchtigt.

„Im zweiten Fall wurde eine nicht ordnungsgemäß geschlossene Brandschutztür festgestellt, die zwar am Türrahmen anlag, jedoch nicht gänzlich geschlossen war“, berichtete das Ministerium am Donnerstag: „Alle für die nukleare Sicherheit bedeutsamen Revisionsarbeiten wurden vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz und den hinzugezogenen Sachverständigen des TÜV Nord EnSys (Hannover) und der Stangenberg und Partner (SPI) intensiv kontrolliert und überprüft. Diese Prüfungen bestätigten, dass keine Abweichungen vom genehmigten Zustand der Anlage vorliegen. Die Zustimmung zum Wiederanfahren ist erteilt worden.“

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