Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
15.05.2019, 11:32 Uhr

Arbeitsloser erzielt eigene Einkünfte und erhält Strafbefehl

Die Auflagen für den Erhalt von Arbeitslosengeld II sind streng . Das musste nun auch ein 53-jähriger Mann in Lingen erfahren. Gegen ihn wird derzeit wegen mutmaßlichen Betrugs ermittelt.

Arbeitsloser erzielt eigene Einkünfte und erhält Strafbefehl

Im Fall eines nicht angemeldeten Gewerbes hat nun das Amtsgericht Lingen einen Strafbefehl erlassen. Symbolbild: dpa

Lingen Weil ein 53-Jähriger zeitgleich Arbeitslosengeld II erhielt und eigene Einkünfte aus einem nicht angemeldeten Gewerbebetrieb erzielte, muss er sich nun wegen mutmaßlichen Betrugs verantworten. Wie die Amtsgericht Lingen am Mittwoch mitteilte, wurde ein entsprechender Strafbefehl erlassen.

Wie die Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Osnabrück ermittelten, hat der Beschuldigte von Oktober 2012 bis März 2016 ein unangemeldetes Gewerbe betrieben. Hierbei bot er überwiegend älteren Personen Leistungen rund um Haus, Hof und Garten an. Für die Erbringungen dieser Dienstleistungen berechnete er einen durchschnittlichen Stundenlohn von 10 Euro netto. Da der 53-Jährige gleichzeitig Arbeitslosengeld II kassierte und seine Einkünfte aus seiner selbstständigen Tätigkeit dem Jobcenter Lingen verschwieg, konnte er auf diese Weise mehr als 7.700 Euro zu Unrecht einnehmen.

Sollte der Strafbefehl rechtskräftig werden, erwartet den Mann eine Freiheitsstrafe von einem Jahr, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt würde. Zusätzlich muss er 200 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Lesermeinung
Bitte melden Sie sich an, um Kommentare lesen und schreiben zu können.